Stationäres Hospiz in Sulingen erhält 2500-Euro-Spende von Varreler Firma Schröder

Baubeginn im Frühjahr geplant

Spendenübergabe: Sylvia Schröder, Annegret Stieglitz und Edgar Schröder (v.l.). - Foto: S. Wendt

Varrel - Der Zuspruch für das Hospiz in Sulingen, dessen Bau beschlossene Sache ist steigt. „Als wir davon in der Zeitung gelesen haben, war es uns sofort klar, dass wir das unterstützen“, sagt Sylvia Schröder. Zusammen mit Ehemann Edgar ist sich die Varreler Unternehmerin schnell einig: Für die Geschäftskunden der Firma gibt es in diesem Jahr keine Geschenke. Dieser Etat geht an das Projekt Hospiz.

Aus dem Verein Palliativstützpunkt im Landkreis Diepholz ist dessen Vorsitzende Annegret Stieglitz vor Ort, um die Spende in Höhe von 2 500 Euro freudestrahlend in Empfang zu nehmen. Sie erklärt den neuesten Stand der Planungen, zeigt Zimmer, Kommunikationsraum, Erweiterungsmöglichkeiten auf. 

Neben der künftigen Hospizleiterin Petra Brackmann seien auch Mitarbeiter für das Qualitätsmanagement und die EDV bereits im Boot – obwohl noch kein Spatenstich getätigt wurde. Den ersten kündigt Stieglitz für das Frühjahr an. Aktuell laufen die Bemühungen, drei Landkreise für die Anschubfinanzierung ins Boot zu holen. Gespräche mit dem Landkreis Diepholz sind bereits geführt, Anträge bereits eingereicht. Als nächstes stehen Gesprächstermine in den Landkreisen Nienburg und Verden im Kalender. 

„Die Finanzierung steht auf soliden Beinen“, sagt Annegret Stieglitz. Alle Formalitäten seien auf den Weg gebracht. Man rechne mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Innerhalb einer Stunde solle das nächste Hospiz zu erreichen sein, nennt Annegret Stieglitz eine Vorgabe. Und die wolle man erfüllen, denn im Flächen-Landkreis Diepholz gibt es kein stationäres Hospiz. Auf dem Gebiet tätig seien aktuell die Mitarbeiter und Helfer von insgesamt 13 ambulanten Hospizdiensten. Nicht immer bietet sich die 24-Stunden-Betreuung in den heimischen vier Wänden an, manche Fälle wären besser in einem stationären Hospiz aufgehoben. Diesen Lückenschluss wolle man, wie berichtet, auf dem gut 3 500 Quadratmeter großen Grundstück am Wiesenweg in Sulingen realisieren.

Beim Blick auf den Plan wird deutlich, dass auch ein Spielplatz eingeplant ist: Denn, ja, natürlich sollen auch Kinder das todkranke Elternteil besuchen und spielen können. Für Annegret Stieglitz ist selbstverständlich, dass man sich auch als todkranker Mensch an hellem Kinderlachen erfreuen kann. Eine Homepage sei in Vorbereitung, Fördermitgliedschaften seien möglich – gerade wurde die Satzung geändert: Privatpersonen können bereits ab einem Jahresbeitrag von 24 Euro das Projekt unterstützen, juristische Personen ab 180 Euro jährlich. Derzeit werde bei Nachfragen nach einem Hospizplatz in der Nähe eine Wartezeit von drei Wochen genannt: „Zuviel“, sagt Stieglitz. Manchen Patienten bleibe gar nicht so viel Zeit.

934 Patienten habe der Palliativstützpunkt in den vergangenen drei Jahren zusammen mit den Partnern aus der Ärzteschaft und den sieben eingebundenen Pflegediensten betreut. Die Zahl werde steigen, sagt Stieglitz, denn immer mehr Menschen wohnen allein... - sis

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