Von der Idee bis zur Verwirklichung haben alle Beteiligten Hand in Hand gearbeitet

Bau-Waldkindergarten neu in Holzhausen

Einladendes Areal, spannender Abenteuerspielplatz mitten in der Natur. Fotos: S. Wendt

Holzhausen - Von Sylvia Wendt. Wenn Silke Bornkamp den Kindern vorliest, dann lauschen die konzentriert und im Hintergrund rascheln die Blätter im Wald. Bunt bemalte Holzscheiben weisen den Weg zum Bau-Waldkindergarten in Holzhausen. Für das neueste Angebot im Rahmen der Kinderbetreuung in der Samtgemeinde Kirchdorf sind aktuell zwölf Kinder angemeldet. Ab 2020 sind die 15 Plätze ausgebucht.

Ortstermin im Baukindergarten und tja, hätte, wer nicht aus Holzhausen kommt, das so erwartet? Nein. Tatsächlich ist das zwei Hektar große Waldrück gerade eben genug, bietet mehr Laub- als Nadelbäume, einen Abhang, den die Kinder bereits eifrig hochklettern und auf dem glatten Brett (eine Spende) herunterrutschen. In der Nähe gibt es einen Spielplatz, der eigentlich ausgeklammert werden sollte, aber, warum eigentlich? Natürlich macht die Gruppe der drei bis sechs Jahre alten Kinder dorthin auch mal einen Ausflug.

Und doch ist es am Donnerstag der Sand, den Nachbar Matthias Stelloh anliefert, und der die Kinder beschäftigt: Sie spielen darin und damit, bauen sich eine Bank an der Stelle, die das Ende des Waldes markiert. Von hier aus können die Kids über die große Wiese blicken, über die Hasen hoppeln. Abends hat Stelloh dort auch schon Rehe grasen sehen.

Silke Bornkamp hat die Idee eines Waldkindergartens schon lange mit sich herumgetragen. Als die Idee im Februar dieses Jahres akut wurde, als die Samtgemeindeverwaltung auf die Karte schaute, wo solch eine Idee Realität werden könnte (in Holzhausen stimmten die Rahmenbedingungen), als es dann darum ging, konkrete Pläne zu erarbeiten – in diesem Prozess fiel für Silke Bornkamp die Entscheidung: „Das mache ich.“ Die Prüfung zur Erzieherin im Jahr 1992 abgelegt, freut sich die versierte Fachfrau auf die neue Herausforderung. Spezielle Module zur Waldpädagogik will sie noch besuchen, grundsätzlich aber haben alle beteiligten Stellen – Verwaltung, Aufsichtsbehörden und der DRK-Kreisverband als Träger – in äußerst harmonisch-fachlichem „Quick-Step“ in kürzester Zeit den Start im August ermöglichst. Dafür dankten Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher und Fachbereichsleiter Thomas Schulz beim Ortstermin mit dem Ausschuss für Jugend und Soziales.

Tatsächlich waren so viele Kinder für das neue Kindergartenjahr angemeldet, dass neun Plätze fehlten. Was tun? Ein Waldkindergarten schien eine tolle Ergänzung in der Kinderbetreuung. Die andere Option wäre gewesen, den Raum, der jetzt von der Gemeinde in der alten Schule in Bahrenborstel genutzt wird, doch schnell an die Kindergartenräume dort anzuschließen (was baulich problemlos möglich ist).

Nach Angaben von Thomas Schulz ist vor Inbetriebnahme ein Fachmann durch das Gehölz gegangen – und wird das künftig zwei Mal jährlich sowie nach Bedarf tun, um Totholz zu kennzeichnen. Die Mitarbeiter der Wehrblecker Firma Rowin haben einen Waldpfad geebnet, die gefällten Bäume markieren ihn, dienen als Bau- und Dekomaterial für die Kids. Die erschließen sich das Areal nach und nach. Gespendet wurde auch ein großer runder Esstisch für draußen. Ruhe findet, wer in der Hängematte schaukelt.

Das Funmobil, das nur vier Mal jährlich zum Einsatz kam, dient als Basis für die Kinder, die von 8 bis 13 Uhr betreut werden. Die Zeit sei oft zu kurz, sagt Silke Bornkamp. Spielzeit sei bis 12 Uhr, dann werde aufgeräumt und es geht zum nahen Dorfhaus, hier wird zu Mittag gegessen. Aus der ehemaligen Grundschule Barenburg gibt es die mobilen, klappbaren Kindersitze.

Das Dorfhaus dient auch als Refugium, sollte es Unwetter geben. Das Toilettenhaus erhält noch einen Anstrich.

Spaß haben die Kinder derzeit auch bei der Namensfindung. Bisherige Vorschläge taugen allerdings nicht zur Veröffentlichung ...

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