Thema Handwerk in Freistatt: Erzählcafé am Sonntag nach dem Gottesdienst

Vom Bäcker bis zum Tischler

Köster im Malermuseum.

Freistatt – 120 Jahre Diakonie Freistatt – Bethel im Norden feiert dies intern mit den Mitarbeitenden. Aber es gibt auch öffentliche Veranstaltungen, in denen an den Wandel im Laufe der Zeit erinnert wird.

Für den kommenden Sonntag, 8. September, lädt die Kirchengemeinde Freistatt etwa herzlich ein zu einem Gottesdienst mit anschließendem Ausflug in die Historie. Das Thema: Handwerker in Freistatt. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Moorkirche. Im Anschluss, gegen 11 Uhr, wird ins „Erzählcafé“ eingeladen. Thema: „Welche Bedeutung hatten früher die Handwerker in Freistatt?“ Im Erzählcafé könnten alle Teilnehmer ihre Erinnerungen teilen, heißt es in der Einladung.

Den Gottesdienst und die Moderation beim „Erzählcafé“ verantwortet Prädikant Rainer Triller. Die einleitende Erzählung wird Wilhelm Köster beitragen. Es gibt Kaffee und Kekse. Ende der Veranstaltung ist gegen 11.45 Uhr.

Nachgefragt bei Malermeister Wilhelm Köster, der beim Thema Handwerk gleich mittendrin ist: Er habe da bereits eine Liste angelegt. Drauf stehen zwischen Bäcker (hat in Freistatt den Ofen im Jahr 1997 ausgemacht) und Tischler etliche Handwerksberufe, die einst mit eigner Firma vor Ort vertreten waren. Maler und Maurer etwa hätten einst ein gemeinsames Geschäft betrieben, das allerdings in der Nacht vom 27. auf den 28. März 1977 abgebrannt sei. Eigenes Kaufhaus, ein Schlachter, ein Schuster, Landwirtschaft, Elektriker, Schlosser Torfwerk: Letztes ist 1980 abgebrannt und sei 1982 wieder aufgebaut worden. Köster hat die Spurensuche durch die Handwerksgeschichte in der Gemeinde Freistatt bis Sonntag noch ergänzt, verspricht er. Zahlreiche Fotos sollen Einblicke geben, an Personen erinnern, die einst im Ort gewirkt haben, etwa Malermeister Walter Habenicht. Und an Ereignisse erinnern, etwa die Errichtung des Glockenturmes 1965. Teilnehmer dürfen gerne weitere Informationen beitragen oder nur lauschen, was hier einst passierte.

Köster wird dann auch die Geschichte von jenem Dieselmotor genauer beschreiben, der von einem U-Boot stammte und mit dessen Hilfe im Jahr 1945 die Stromversorgung der Stadt Sulingen sichergestellt worden sei.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Wer sich für weitere Informationen rund um das Thema Handwerk erinnert: Die „Straße des Handwerks“ zwischen Wehrbleck und dem Ortsteil Buchhorst gibt kunterbunt und informativ Aufschluss über die jeweiligen Künste im Landkreis. Zuletzt ergänzt um eine blau lackierte Autotür, lackiert meisterhaft von Kammersiegerin Madeleine Ziedrich aus Syke.

Und es geht noch bunter: Das Malermuseum in Wehr-bleck (Buchhorst, Hof Witte) ist am Sonntag, wie jeden Sonntag, von 14 bis 18 Uhr geöffnet.  sis

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