Nachgefragt: Radtouren, Kraniche, Stellplätze

Region bei Reisemesse: Auf der Suche nach Urlaubszielen

Die touristische Werbetrommel rührten und kriminalpräventive Botschaften vermittelten, von links, Heideschäfer Arthur (Rolf Hedemann), Dorothea Schneider (DümmerWeserLand Touristik), Sabine Kammacher (Stadt Sulingen) und Heino Rademacher (Bundespolizei Bremen), hier am neuen Stand der Stadt Sulingen.
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Die touristische Werbetrommel rührten und kriminalpräventive Botschaften vermittelten, von links, Heideschäfer Arthur (Rolf Hedemann), Dorothea Schneider (DümmerWeserLand Touristik), Sabine Kammacher (Stadt Sulingen) und Heino Rademacher (Bundespolizei Bremen), hier am neuen Stand der Stadt Sulingen.

Sulinger Land – Mitten in die steigenden Zahlen der Corona-Erkrankungen eine Reisemesse? In Bremen beantworteten fast 30 000 Messebesucher die Frage mit einem klaren „Ja“ – ein toller Erfolg für die Organisatoren des Messetrios Reiselust/Caravan/Fisch & Feines. Mittendrin die heimischen Touristiker, die mit den nahen Zielen im Süden der Hansestadt nicht nur die Stammkunden begeisterten.

Auf dem von Rolf Hedemann organisierten Gemeinschaftsstand präsentierten sich Seite an Seite neben der Samtgemeinde Kirchdorf das Landhotel „Baumann’s Hof“, die Stadt Sulingen, die „DümmerWeserLand Touristik“, die Moorbahn Uchte-Essern und „Die Westfälischen Sieben“.

Radwanderkarten mit Touren in allen Bereichen des Dümmerweserlandes seien sehr stark nachgefragt gewesen. „Täglich haben wir etwa 150 Stück ausgegeben“, bilanziert Hedemann, Tourismusbeauftragter der Samtgemeinde Kirchdorf. Auf reges Interesse sei aktuell auch der Kranich-Flyer gestoßen, der an jedem Tag heiß begehrt war. Die Vögel rasten derzeit zu Tausenden in der Region.

Auch in Bremen war Hedemann als „Heideschäfer Arthur“ im Kostüm der Kirchdorfer Symbolfigur gekleidet – und zog so die Aufmerksamkeit der „Touristik-Influencer“ auf sich: „Die haben die Kirchdorfer Heide neu für sich entdeckt.“

Am Stand gegenüber informierte die Bundespolizei – auch die mit „Unterstützung“ einer knuffigen Plüschfigur auf dem Arm von Heino Rademacher, privat im Landkreis heimisch und beruflich bei der Bundespolizei Bremen. Hedemanns Schaf und der Polizei-Rotti hätten auf den Social Media Kanälen ganz gut ausgesehen.

Was war noch nachgefragt? Reisen im eigenen Land, Tagesausflüge – die hiesige Region konnte punkten mit unterschiedlichen Zielen. Wegen der Caravan-Messe seien sehr viele Campingfreunde vor Ort gewesen – und so waren die Stellplätze zwischen Dümmer und Weser nachgefragt. Das sei, erklärte Hedemann, ein noch ausbaufähiger touristischer Bereich.

„Besonders das kostenlose Womo-Parken stieß auf Interesse. Wenn man mal nicht so weit weg möchte“, berichtet Sabine Kammacher von der Sulinger Stadtverwaltung. Sulingen als Standort mit Optionen für Ausflüge in alle Himmelsrichtungen gefiel – per Fahrrad und mit Einkehrmöglichkeiten.

Hatten am Freitagabend die Craftbeer-Anbieter mit ihrer Außengastronomie bis in den Abend Gäste angelockt, so profitierten auch die Touristiker davon, die bis zur Schließung ihrer Stände um 18 Uhr durchgehend Publikum hatten. Hedemann wurde am Stand der Samtgemeinde Kirchdorf am Freitag und Samstag durch Monika Langhorst und am Sonntag durch Doris Mesloh vom Spargel- und Beerenhof Thiermann unterstützt. Kontaktpflege habe auch zum Messeziel gehört, erklärt er: Spargeltouren in der Samtgemeinde wird es auch in 2022 geben, etwa im Katalog der Firma Imken-Touristik.

Und Corona? „Die Gänge waren noch mal verbreitert worden, es galt die 2G-Regel – und die Leute hatten einfach Lust auf die Messe. ‚Endlich wieder ein Stück Normalität‘ war die durchgängige Meinung der Besucher“, bilanziert Hedemann und ergänzt: Bei zu vielen Personen auf einem Areal war manchem die Maske ein gern genutzter Schutz, auch für das Aussteller-Team.

Neben zahlreichen Stammgästen seien viele neue Besucher interessiert an den Ausflugszielen in der Samtgemeinde, der Stadt Sulingen und ihrer Kooperationspartner in der Region und darüber hinaus gewesen. Was hat die besonders angezogen? „Die gute Stimmung, die wir Aussteller untereinander hatten. Das hat sich auf die Besucher übertragen.“

Von Sylvia Wendt

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