Arbeiten an B61-Baustelle im Zeitplan / Wer zahlt für Reparaturen?

Beschädigte Straßen

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Für Straßenschäden an den Gemeindeverbindungsstraßen (hier im Sulinger Ortsteil Schlahe) werden wohl die zuständigen Kommunen zahlen müssen – weil diese „Schleichwege“ nicht zur offiziellen Umleitung der Baustelle an der B 61 zwischen Sulingen und Barenburg gehören.

Sulingen/Barenb. - Manchmal sind Gerüchte nur das: Gerüchte. „Da wird nicht mehr gearbeitet“ hieß es jetzt über die Baustelle auf der Bundesstraße 61 zwischen Sulingen und Barenburg. Tatsächlich waren die Fräsarbeiten zwar beendet, die niedrigen Temperaturen am Montag und Dienstag aber hätten das Aufbringen der ersten Asphaltschicht verhindert, erklärt Jana Winkler von der zuständigen Geschäftsstelle Nienburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Am Mittwoch seien weitere Schadstellen ausgebessert worden und, aufgrund passender Wetterprognosen für Donnerstag, solle dann die erste Asphaltschicht aufgebracht werden.

Man habe mehr abgefräst, als ursprünglich geplant, liege aber bisher im Zeitplan. In der kommenden Woche wolle man die Deckschicht aufbringen, Arbeiten am sogenannten Straßenbankett durchführen. Wenn keine Wetterkapriolen für Verzögerungen sorgen, rechne man damit, die Vollsperrung in der 50. Kalenderwoche aufheben zu können.

Ein großes – weil teures – Thema bleibt die Umleitung. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer halten sich an die Ausschilderung über die Kreisstraße 19 und die L349 über Varrel. Zahlreiche Ortsansässige und Auswärtige mit Navigationsgerät schlängeln sich jedoch über Schleichwege. Die Stadt Sulingen und die Samtgemeinde Kirchdorf haben zwischenzeitlich, wie berichtet, diese Schleichwege für den Durchgangsverkehr gesperrt – diese Wege zu fahren, obwohl sie aktuell nur für Anlieger freigegeben sind, ist eine Verkehrsordnungswidrigkeit, die, begeht man sie mit einem Kraftfahrzeug, 20 Euro Verwarngeld kostet und als Radler 15 Euro. Die Polizei hat bereits erste Kontrollen durchgeführt und Knöllchen verteilt. Weitaus teurer werden die Reparaturen an den Schleichwegen: Die zahle der jeweilige Straßenbaulastträger, so Jana Winkler. Die Mitarbeiter der Stadt Sulingen werden deshalb am Donnerstag die Strecken auf ihrem Gebiet in Augenschein nehmen, entscheiden, ob Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherung ergriffen werden müssen. Für Schäden entlang der offiziellen Umleitungsstrecke indes hafte der Auftraggeber der Baumaßnahme, in diesem Fall der Bund. Dass Verkehrsteilnehmer die aufgestellten Backen gar zur Seite räumen, umfahren und sich generell nicht an die ausgeschilderte Umleitung halten, bleibt allerdings kein Gerücht, sondern Realität.

sis

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