Acht Millionen Euro für den Bau der Ortsumgehung Barenburg

Bund sagt Geld zu

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Zusage aus Berlin: Minister Alexander Dobrindt, Axel Knoerig, Enak Ferlemann und Heinrich Kammacher (v.l.).

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Am Montagmittag stellte Bundesminister Alexander Dobrindt im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Investitionen für Bundesfernstraßenprojekte vor. Auf der Liste auch die Ortsumgehung Barenburg an der B61.

Die Freude ist groß in der kleinen Abordnung: Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher warten im Berliner Ministerium auf eine gute Nachricht – die dann auch kommt. Zum Zuge kamen „baureife Projekte“, so Knoerig. Und verrät: Vor einigen Wochen habe es bereits eine vorläufige Liste aus dem Bundesministerium gegeben – ohne Barenburg!

Daraufhin wurden die Bemühungen in Berlin intensiviert, die acht Millionen Euro teure und unanfechtbare Baumaßnahme unbedingt doch in die Auflistung zu bekommen. Wer da mit wem was gesprochen hat, bleibt unbekannt. Tatsache aber ist, dass es einige Ortstermine in den Jahren seit Beginn der Planungen gab, etliche hochrangige Besucher schauten sich an, wie die Situation vor Ort ist. Staatssekretär Enak Ferlemann, so berichtet es Knoerig, sei besonders in Erinnerung geblieben, wie nah ein Lkw an ihm vorbeigefahren sei, als er zu Besuch im Flecken war. Es sei die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen – Gemeinde, Samtgemeinde, Landkreis, Land, Bund, die Zusammenarbeit aller Protagonisten, die letztlich dazu geführt habe, dass die notwendigen Gelder für den Bau der Ortsumgehung fließen. Minister Alexander Dobrindt händigte die Urkunde über die Zusage der Mittel an Axel Knoerig aus, zum Fototermin wurde der glänzende Spaten für den symbolischen Baubeginn bemüht. Tatsächlich kann es sofort losgehen: Die schriftliche Zusage liegt vor, die Ausschreibungen sind vorbereitet. Die dafür zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Außenstelle Nienburg, mit ihrem Leiter Uwe Schindler kalkuliert, wie berichtet, mit etwa einem halben Jahr, die die notwendige europaweite Ausschreibung in Anspruch nehme. Baubeginn für den ersten Bauabschnitt mit der Brücke über die Große Aue müsse im Mai/Juni sein, aufgrund von „ökologischen Gründen“. Auf Barenburg kämen jetzt große Veränderungen zu, wenn der Durchgangsverkehr fehle, sagt Knoerig. Richtig, ergänzt Kammacher. „Aber Veränderungen bedeuten auch Chancen.“ Der Ort könne sich jetzt vernünftig entwickeln. Knoerig nennt neue Perspektiven für Unternehmen als Zeichen der Prosperität. Und dankt auch den Landwirten, die im Zuge der Flurbereinigung zusammengearbeitet haben, Flächen tauschten. Manches Mal so, dass der neue Zuschnitt besser zu bewirtschaften sei, sagt Kammacher. Und: Es werde eine der wenigen Ortsumgehungen werden, die den Weg verkürzen, nicht verlängern. Auch Landtagsabgeordneter Grant Hendrik Tonne begrüße die Entscheidung, diese von Niedersachsen stark unterstützte Maßnahme zu berücksichtigen und zu finanzieren: „Es ist absolut richtig, dass die unanfechtbaren Maßnahmen in Niedersachsen jetzt auch umgesetzt werden.“ Tonne habe mit dem niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies telefoniert. Minister Lies habe die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau umgehend beauftragt, mit den Arbeiten zu beginnen. Damit sei ein Baustart nach Aussage des niedersächsischen Ministeriums in 2016 möglich.

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