5000 Euro von RWE und Samtgemeinde Kirchdorf für Klimaschutz

Preis für den Naturschutz

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Gruppenbild mit Ivo, dem Wasserbüffel (v.l.): Heinrich Kammacher, Jörg Ermshausen, Luise Turowski, Thomas Wirp, Bürgermeister Gero Enders und Bauamtsleiter Günther Dahm.

Freistatt - Wiedervernässung statt Abtorfung, Tierhaltung nach Biostandard: Der Naturschutzbetrieb in Freistatt hat in den zurückliegenden 25 Jahren viel in Sachen Naturschutz und Landschaftspflege umgesetzt. Dem tragen Politik und RWE nun Rechnung: Das Energieunternehmen lobte den Klimaschutzpreis 2015 aus – und in der Samtgemeinde Kirchdorf wird der Preis an die Freistätter vergeben.

Eigentlich sind pro Gemeinde 500 Euro geplant gewesen – doch schnell entschied man sich einstimmig dafür, nicht zu stückeln, sondern nur eine einzelne Idee, aber dafür „ordentlich“ zu unterstützen, erklärt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher die Entscheidung. RWE-Kommunalbetreuer Thomas Wirp reiste mit 3000 Euro im Gepäck an, die Samtgemeinde stockte den Betrag um 2000 Euro auf. Nun also gehen 5000 Euro an den Naturschutzbetrieb unter dem Dach von Bethel im Norden.

Einen Überblick über die Entwicklung von Natur, Tier und Mensch in Freistatt gab Diplom-Forstwirt Jörg Ermshausen: Renaturierung von bislang 880 Hektar Fläche, Wachstum des Tierbestandes auf aktuell 2500 Moorschnucken und 600 Robustrinder – sowie, seit dem Sommer, fünf Wasserbüffeln. Politik wolle mit der Vergabe an den Naturschutzbetrieb in Freistatt ein Signal setzen, so Kammacher: Dass Landwirtschaft und Naturschutz nebeneinander existieren können, könne man sehr gut in der Samtgemeinde sehen – auch ohne weitere „gesetzliche Vorgaben vom grünen Tisch“.

RWE vergebe den Preis seit zehn Jahren, teilte Wirp mit. Erstmals habe eine Kommune nicht mehrere Projekte unterstützt, sondern gebündelt eines. Das sei eine gute Initiative „und was Sie hier machen, finde ich auch toll“, zollte Wirp dem Team der Naturschutzstiftung Bethel Respekt.

Ermshausen erinnerte an das Umdenken, das vor 25 Jahren eingesetzt habe. Auch dank Landes- und EU-Mitteln haben man zahlreiche Projekte umsetzen können. Mit der Entschädigungszahlung, die man seinerzeit erhalten habe aus dem Verkauf der Abtorfungsrechte an das Land, wurde das Grundkapital der Naturschutzstiftung gelegt. Aufgrund der niedrigen Zinssätze seien die Erträge aktuell kleiner – da kommen 5000 Euro sehr recht.

Man sei ein reiner Grünlandbetrieb nach der Umstellung der Milchkuh- auf Mutterkuhhaltung. Die Schafherde habe man aufgebaut zur aktuell größten mit Moorschnucken – mittlerweile ergänzt um Ziegen. Dammbau und Entbirkung gehören zum Arbeitsfeld, dem man sich mehr widmen müsse, so Ermshausen. Bethel im Norden-Geschäftsführerin Luise Turowski dankte für den Preis, der eine „Würdigung unserer Arbeit“ sei.

sis

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