470. 000 Tiere umgesetzt

Viehvermarktung Große Aue-Hunte aus Varrel bilanziert das Jahr 2015

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Hans-Henning Mohrmann, Friedrich Gödeker, Hinrich Schlamann, Heinrich Gödeker (Vorsitzender des Vorstandes) und Florian Warkentin (v.l.). 

Varrel - Dass der Bauer sein Vieh noch selbst zum Schlachthof bringt, ist heute eher selten. Viele Schritte übernehmen Dienstleistungsunternehmen, die darin, wie auch der Landwirt in seinem Bereich, Profis sind. Kennzeichen dafür sind etwa die Zahlen, die die Viehvermarktung Große Aue-Hunte bei der jüngsten Generalversammlung vorgestellt hat.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates hatte Hans-Henning Mohrmann die Teilnehmer begrüßt. Geschäftsführer Florian Warkentin stellte die Zahlen der Genossenschaft mit Sitz in Varrel vor: „Wir haben im Schlachtviehbereich im Jahre 2015 4 493 Rinder für 5 719 000 Euro und 286 304 Schweine für 37 667 000 Euro umgesetzt. Das sind 290 797 Stück Schlachtvieh zu 43 386 000 Euro.“ Hinzu komme der Nutz- und Zuchtviehbereich, in dem 9 328 Rinder und Kälber (2 960 000 Euro), 242 Sauen und Eber (78 000 Euro) sowie 165 171 Ferkel und „Läufer“ (8 108 000 Euro) umgesetzt wurden. „Somit haben wir im Jahr 2015 insgesamt 465 538 Tiere zu 54 532 000 Euro verkauft“, bilanzierte Warkenthin. Man habe, im Vergleich zum Vorjahr, die Stückzahl des Schlachtviehs um 14,7 Prozent steigern können, im Nutzviehbereich hingegen habe man weniger Tiere vermarktet, als im Vorjahr. Im laufenden Jahr indes werde mit höheren Stückzahlen in beiden Bereich gerechnet, erklärte Warkenthin.

Der Markt bei den Schweineschlachtern konzentriere sich immer mehr, die bundesweit wichtigsten drei Betriebe schlachteten im Jahr 2015 die Hälfte der Tiere. Marktführer sei die Firma Tönnies mit einem Anteil von 27 Prozent. Warkenthin: „Da das Schweineaufkommen in Deutschland begrenzt ist, bleiben die Konkurrenz und der Kampf um ausgelastete Kapazitäten bestehen.“

Und: Die Nachfrage nach Schweinefleisch stocke, trotz niedrigerer Preise als im Vorjahr hätten private Haushalte bisher etwa 4,5 Prozent weniger Schweinefleisch gekauft. Rindfleisch hingegen war etwas mehr nachgefragt, trotz leichten Preisanstiegs. Beim Geflügelfleisch werde eine stabile Nachfrage notiert, heißt es.

Weiterhin bleibe Deutschland der größte Ferkelimporteur der Welt, vornehmlich aus Dänemark (und den Niederlanden) kämen die Tiere ins Land. Die Schweinemäster importierten im Jahr 2015 insgesamt 11,3 Millionen Ferkel.

Die Marktsituation der Rinder zeige, dass hier der Strukturwandel anhalte: Einzelne Rinderhaltungen wachsen, Milchkühe machen ein Drittel des gesamten Rinderbestandes aus. „Immer weniger Halter haben immer größere Bestände“, erklärt Warkenthin. Niedersachsen und Bayern bleiben die bedeutenden Bundesländer in der Rinderhaltung.

Seit 2011 schrumpfe bzw. stagniere der Fleischverzehr. Hauptgründe dafür seien die sich ändernden Verzehrgewohnheiten und steigende Bevölkerungszahlen. Der erwirtschaftete Gewinn (der Jahresüberschuss wird mit fast 73 000 Euro notiert, wurde den Rücklagen zugeführt, die sich zum 31. Dezember 2015 auf 1,3 Millionen beläuft). Einstimmig wiedergewählt in den Vorstand wurde Christian Guddas. Friedrich Gödeker kandidierte nicht mehr für den Aufsichtsrat.

Für ihn wurde Hinrich Schlamann aus Renzel in den Aufsichtsrat gewählt. 

pr/sis

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