„Düt und Dat ut’n Schapp“-Börse mit Anbieter- und Besucher-Rekord

Keine Zeit zum Ausruhen: Wohnzimmer ist verkauft

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Nadine Meyer (links) und Michaela Meyer sitzen in den Sesseln, die am Sonnabendmittag im Gegensatz zu vielen anderen Artikeln noch nicht verkauft waren. ·

Bruchhausen - Von Regine Suling. Nadine und Michaela Meyer nehmen in ihren Sesseln Platz, halten ihre Teetassen in der Hand. Auf dem Tisch liegt das Schallplattenalbum für die Musikauswahl bereit.

Das sieht nach einer gemütlichen Nachmittagsrunde aus – würden an den Sesseln und allen anderen Artikeln nicht Preisschilder baumeln. Denn die Kulisse, in der die beiden Damen Platz fürs Pressefoto nahmen, stand am Sonnabend zum Verkauf – komplett.

„Und hier fehlt auch schon vieles, es ist schon einiges weggegangen“, stellten sie fest, während sie sich verwundert im Raum umschauten. Die Organisatorinnen der „Düt un Dat ut’n Schapp“-Börse waren schon am Mittag zufrieden: „Bereits um elf Uhr ging es stramm los“, erzählte Michaela Meyer. „Sehr gut“, sei es gelaufen. „Unsere Erwartungen sind völlig übertroffen worden.“

Der Treffpunkt Haendorf verwandelte sich einen Tag lang in ein schmuckes Kaufhaus inklusive Imbiss und Cafeteria. Die Regale staffierten die Frauen mit weißen Tischdecken aus und präsentierten dort die Waren, jeweils sortiert nach Themen. „Leinen ist schon viel weggegangen“, sagte Michaela Meyer. „Wir haben auch Instrumente“, schob sie nach und wies auf ein Klavier, eine Gitarre und diverse Blockflöten.

Das Angebot konnte sich sehen lassen: Helfende Männer unterstützten beim Verkauf der Möbel, die nicht nur Bewunderer, sondern vor allem Käufer fanden. Ein Besucher, der seinen Nachnamen auf alten Schränken entdeckte, schlug zu und erwarb beide auf einen Schlag. Wenige Augenblicke später klebte ein „Verkauft“-Sticker an den Möbelstücken. „Wir haben in diesem Jahr wesentlich mehr Anbieter, 100 Leute haben ihre Sachen bei uns abgegeben“, freute sich Michaela Meyer.

Wie viele Artikel sie insgesamt im Angebot hatten? Meyer und Helferin Ise Killen zuckten beim Blick über Besteck, Nippes, Haushalts- und Dekoartikeln mit den Schultern: Einige Tausend werden es wohl gewesen sein. Denn wer wollte, richtete sich am Sonnabend die Wohnung komplett ein – mit einer Sitzecke für die Küche, einem Schreibtisch fürs Arbeitszimmer, der Wäscheschleuder „Frauenlob“ für den Hauswirtschaftsraum und einem Rasenmäher für den Garten.

Artikel, die tatsächlich in einen „Schapp“, also einen Schrank, passten, gab es wenige Schritte weiter im Treffpunkt: Geschirr, Besteck, Weihnachtsschmuck – allesamt liebevoll und mit Herz dekoriert.

Die Organisatorinnen, die auf 30 Helfer zählen konnten, hatten sich die größte Mühe gegeben. „Seit Mittwoch haben wir aufgebaut“, berichtete Michaela Meyer. Während die Haendorfer Frauen für reichlich Kuchen- und Tortennachschub sorgten, kümmerten sich die Herren um Bratwurst und Steak vom Grill. Drinnen in der kleinen Cafeteria genossen die Käufer dann Kaffee und Kuchen, draußen am Imbiss die deftigen Leckereien. Das Konzept von „Düt un Dat ut’n Schapp“ kam auch bei seiner dritten Auflage an, die Idee, aus einem Floh- einen Einkaufsmarkt zu machen, funktioniert. Von den erzielten Verkaufserlösen gehen 20 Prozent an die Jugendarbeit und die Sportförderung des Schützenvereins Haendorf.

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