Dioxin: Fleischproben-Ergebnisse aus dem Landkreis liegen vor / Finanzielle Soforthilfen beraten

„Kein Risiko für Verbraucher“

Berieten über Hilfen: (v.l.) Jörn G. Nordenholz (Volksbank Sulingen), Kreislandwirt Lothar Lampe, Landwirtschaftskammer-Außenstellenleiter Rudolf Fuchs, Landvolk-Geschäftsführer Wilhelm Bergmann, Kai Stelloh (Volksbank Sulingen) und Claus Pieper (Volksbank Diepholz-Barnstorf).

Landkreis - (sdl) · Entwarnung für die Verbraucher: „Beim Fleischverzehr hat es im Landkreis Diepholz zu keiner Zeit ein Risiko gegeben. Das Lebensmittel-Kontrollsystem hat funktioniert“, das erklärte Kreislandwirt Lothar Lampe gestern in Sulingen – und berief sich auf das Ergebnis der Fleischproben, die der Landvolkverband vor dem Hintergrund des Dioxin-Skandals hatte ziehen lassen.

32 Schweine – alle hatten belastetes Futter bekommen – hatte das Landvolk in Ansprache mit der Veterinärbehörde schlachten lassen. Die Proben seien über das Emsteker Institut SGS (Société Générale de Surveillance) in Antwerpen untersucht worden, so der Kreislandwirt gestern. „Die Ergebnisse lagen weit unter den zulässigen Werten“, bilanzierte Lampe. Dennoch hat der Dioxin-Skandal Spuren hinterlassen, denn durch ihn waren die Erzeugerpreise drastisch eingebrochen. Das habe zu erheblichen Liquiditätsproblemen bei den Landwirten geführt, ließ der Landvolkverband Grafschaft Diep holz gestern wissen: „Die wirtschaftliche Lage ist stark angespannt.“ Deshalb trafen sich die Vertreter des Landvolks gestern mit den Volksbank-Vorständen aus dem Südkreis in Sulingen. Das Ziel: Zusammen mit den landwirtschaftlichen Beratern der Landwirtschaftskammer, dem Landvolkverband sowie der Landwirtschaftlichen Unternehmensberatung in dieser kritischen Situation individuelle Finanzierungskonzepte für die Betriebe zu entwickeln. Finanzielle Sofortmaßnahmen für betroffene Landwirte habe auch Bundesagrarministerin Ilse Aigner bereitgestellt – in Form von Liquiditätshilfeprogrammen über die Landwirtschaftliche Rentenbank. „Die Handhabung und Umsetzung dieser Sofortmaßnahmen stellen die Volksbanken sicher“, so das Landvolk. Dessen Vertreter kritisierten gemeinsam mit Volksbank-Vorständen, dass die Tilgung solcher Kredite die betroffenen Landwirte in Zukunft erneut finanziell unter Druck setze: „Daher sind diese Kredite nur in wenigen Fällen wirklich als Hilfe geeignet.“ Wichtiger seien individuelle Finanzierungslösungen, die kein öffentliches Programm abdecken könne.

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