Asendorf sucht Nachfolger für Heere

Kein neuer Bürgermeister in Sicht

Asendorf - Von Mareike HahnNoch gibt es keinen Nachfolger für Asendorfs Bürgermeister Wolfgang Heere: „Die Suche gestaltet sich sehr schwierig“, sagte Heere gestern auf Anfrage. Trotzdem hält der 69-Jährige an seinem angekündigten Rücktritt fest. „Ich werde am 25. Februar meine letzte Ratssitzung leiten“, erklärte er bei der Zusammenkunft des Gemeinderats am Dienstagabend im Gasthaus Steimke in Graue.

Heere geht davon aus, dass sein Amtsnachfolger, anders als er selbst, nicht als Vollbürgermeister arbeiten wird. Ein Vollbürgermeister übernimmt neben den repräsentativen Tätigkeiten des Bürgermeisters auch Verwaltungsaufgaben – und das ist nach Heeres Aussage sehr viel Arbeit. Er ist zum aktuellen Zeitpunkt der einzige Vollbürgermeister in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen.

Es bleibt also spannend in der Frage, wer künftig Asendorfs Oberhaupt sein wird. Wenn ein oder mehrere Kandidaten aus den Reihen des Gemeinderats gefunden sind, muss der Rat den neuen Bürgermeister wählen.

Insgesamt verlief die Ratssitzung am Dienstagabend ruhig. Geradezu im Akkord winkten die Kommunalpolitiker die Tagesordnungspunkte durch.

Heere teilte mit, dass es für die bereits laufenden Dorferneuerung-Maßnahmen vom Land eine Fristverlängerung bis Ende dieses Jahres gebe.

Eine Bauvoranfrage liege für das Grundstück Im Dorfe 2 in Brebber vor. „Der Investor möchte das Haus zu einem Altenpflegeheim umnutzen“, sagte der Bürgermeister.

Den Eigentümer des zweiten Grundstücks auf der rechten Seite im Gewerbegebiet in Asendorf habe der Landkreis aufgefordert, die dort stehenden alten Hütten bis Ende dieses Monats zu entfernen.

Thema war auch die geplante Erweiterung eines Geflügelstalls in Graue. Zurzeit leben 13 000 Masthähnchen in der Anlage, künftig sollen sie 25 000 Junghennen Platz machen. Wie berichtet, liegt eine Anfrage für die Umnutzung des Stalls beim Landkreis Diep holz vor. „Die Gemeinde hat dem Kreis mitgeteilt, dass die Erschließung über die angebundene Straße im jetzigen Zustand nicht gewährleistet ist“, sagte Heere am Dienstagabend. Ansonsten heißt es abwarten: „Das Verfahren läuft.“

Einstimmig und ohne Diskussion fasste der Gemeinderat den Satzungsbeschluss hinsichtlich des Bebauungsplans „Hohenmoorer Straße“. Das übliche Verfahren nimmt seinen Verlauf.

Sechs Straßen wollen die Ratsmitglieder neu in das Straßenausbauprogramm aufnehmen: Sie hoffen auf EU-Mittel für Essener Berg, Voßberg, Schulstraße, Herrenhassel, Zur Höchte und Vor den Bahlen. „Wir melden die Straßen an und gucken, was das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung daraus macht“, sagte Heere, der zum Freien Bündnis gehört. „Das LGLN legt die Prioritäten fest.“

Rat spricht über B 6

und Geflügelstall

In der Einwohnerfragestunde wollte der Arbster Peter Henze wissen, ob dem Rat Unfallzahlen für die Bundesstraße 6 vorlägen und ob er sich dafür einsetzen könne, Unfallschwerpunkte zu beseitigen. Henze wies darauf hin, dass es zwischen „Jawoll“ und Höhe Wienbergen sehr häufig Unfälle gebe. „Bei einer Bundesstraße hat die Gemeinde keinen Einfluss“, antwortete Heere. „Aber wir können diesen Wunsch noch mal an den Landkreis herantragen.“ Nach Angaben von Rudolf von Tiepermann (CDU) ist in diesem Bereich ein Blitzerkasten geplant.

Auf Nachfrage eines weiteren Bürgers erklärte Heere, dass die Scholer Straße bei der Flurbereinigung in Scholen nicht berücksichtigt werde. Das bestätigte Verwaltungsvertreter Bernd Bormann: „Die Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist nicht bereit, Arbeiten am Asendorfer Teil mit zu finanzieren.“

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