Feierliche Eröffnung der „Straße der Kunst“ auf dem Syker Vorwerksgelände

Kein „Abklatsch“, sondern erneut erste Sahne

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Landrat Gerd Stötzel bei seinem Grußwort im Festzelt. ·

Syke - Strahlender Sonnenschein tauchte gestern Nachmittag das Syker Vorwerk in sommerliches Licht. Sonnig war die Stimmung offenbar auch bei den zahlreichen Gästen, die zur Eröffnung der „Straße der Kunst“ im Landkreis Diepholz gekommen waren.

In einem Festzelt hinter dem Museumsgebäude fasste Landrat Gerd Stötzel, Schirmherr des Projekts, die Eckdaten zusammen: Demnach werden rund 300 Künstler die kommenden zwei Monate gestalten. Insgesamt seien etwa 200 Veranstaltungen geplant. Ein Rekord, wenn man auf die Anfänge der „Straße der Kunst“ zurückblickt: 2003 wirkten 150 Kunstschaffende mit. Es sei eine „Aktion wider den Rotstift“, betonte Stötzel mit Blick auf den Sparkurs bei Kreis und Kommunen. Dass Kultur nicht selbigem zum Opfer fallen müsse, werde an dieser Stelle deutlich. Anschließend dankte er dem Landschaftsverband Weser-Hunte sowie dem Team des Kreismuseums, die dem Projekt wieder Leben eingehaucht hatten, und den Sponsoren für ihre Unterstützung – darunter die Kreissparkassen, die VGH, die EWE Stiftung, das Weyher Theater, die Mediengruppe Kreiszeitung, die E.On Avacon sowie das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Straße der Kunst

Straße der Kunst im Syker Vorwerk

Rainer Ehlers, Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Weser-Hunte, sowie Dr. Ralf Vogeding, Leiter des Kreismuseums, freuten sich auf zahlreiche Besucher, die sich an den Projekten beteiligen. Man habe sich im Laufe der Planungen auch die Frage gestellt, ob das Projekt ein zweites Mal trage, so Vogeding. „Ja, das tut es“, war er überzeugt und zeigte auf, weshalb die „Straße der Kunst“ 2011 nicht als Abklatsch der Premiere gesehen werden könne. So rücke heute wie damals die Bildende Kunst in den Fokus. „Es gibt auch wieder Ausstellungen – aber die werden verbunden mit darstellender Kunst, Musik, Lesungen, Kleinkunst und Artistik“, erläuterte Vogeding. Angesichts der vielen Mitwirkenden leide die Qualität der Veranstaltung keineswegs, ergänzte er. Im Gegenteil: Die Bandbreite führe zu einem Verwischen der Grenzen zwischen ausgebildeten und nicht ausgebildeten Künstlern. „Wir können nicht nur Zuschauer sein, sondern auch aktiv werden“, forderte er die Gäste auf. Die Kunst sei nun in der ländlichen Gesellschaft angekommen, lautete Vogedings Fazit.

In diesem Sinne begrüßte auch Kuratorin Nicole Giese die Besucher und gab ihnen eine kurze Einführung in die aktuelle Ausstellung „On the Roads“.

Mehr darüber lesen Sie Dienstag in der Kreiszeitung. · kat

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