Katja Hünniger veröffentlicht den zweiten Teil ihres Romans „Gefühlskind“/Wenn die Liebe stirbt und es Konflikte gibt

Schmerzhafte Zweigwege

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Katja Hünniger hat den zweiten Teil ihres Romans veröffentlicht.

Twistringen - Von Anke Seidel. Es ist eine ebenso beklemmende wie unglaubliche Geschichte, die sich Katja Hünniger in ihrem autobiografischen Roman „Gefühlskind“ buchstäblich von der Seele geschrieben hat: Das Ende einer großen Liebe, die Rettung ihres Ehemannes in allerletzter Sekunde und die unvorstellbar schmerzhafte Trennung von ihren drei Söhnen. Jetzt hat die 32-Jährige die Fortsetzung ihres Erstlings veröffentlicht: „Gefühlkskind – Zweigwege“.

Längst hat sich die medial begabte Wahl-Twistringerin eine große Leserschaft erschlossen. Exakt 4307 E-Book-Exemplare des ersten Teils hat sie über Amazon verkauft – und Rezensionen wie diese erhalten: „Absolut toll geschriebenes Buch, ich habe es nicht mehr aus den Händen legen können. Hut ab, was die Autorin in ihrem Leben zu bewältigen hat.“

Rückblende: Als Kaja, Mutter dreier Söhne, sich nach vielen Jahren der Verzweiflung von ihrem Mann trennen will, kommt es zur Tragödie: Sie findet ihre einst große Liebe am Dachbalken hängend – mit einem Strick um den Hals. Das Leben ihres Mannes kann sie gerade noch retten, aber nach schwierigen Zeiten der Klärung ihres eigenen Wegs nicht das gemeinsame Leben mit ihren drei Söhnen. Sie wachsen beim Vater und seiner Lebensgefährtin auf – mit allen Schwierigkeiten und Differenzen, die etliche von Scheidung betroffenen Mütter und Väter kennen. „Wenn zwischen den eigenen Kindern und der Mutter ein seelischer Abgrund liegt und man sich, trotz größter Anstrengung, nicht erreichen darf, um dauerhaft beieinander zu sein, ist man dann noch Mutter – oder war man es einmal?“ Diese Frage stellt sich Kaja im zweiten Teil von „Gefühlskind“ immer wieder. Während des kräftezehrenden, verzweifelten Kampfes um die Zeit mit ihren Jungen lernt die Protagonistin des Romans eine Frau kennen, die einen völlig anderen Lebenskampf führen muss: Ella, die ihre Tochter an Leukämie verloren hat und nun selbst an einem inoperablen Hirntumor leidet – und einen schier aussichtslosen Kampf um das irdische Überleben führen muss.

Nur mit Sarkasmus kann die verwaiste, todkranke Mutter ihr Schicksal ertragen, das von immer wiederkehrenden Halluzinationen begleitet ist.

Auch im zweiten Teil ihres Romans verarbeitet Katja Hünniger eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Dazu gehört auch die Begegnung mit der Frau, die im Roman den Namen Ella trägt. „Sie hat mich angerufen und mich nach Selbstmord gefragt“, erklärt Katja Hünniger, die als Medium arbeitet. Die entscheidende Frage der Frau: Was erwartet Menschen, die sich bewusst für den Tod entschieden haben, in der geistigen Welt der Seelen?

Im Krankenhaus begegnen sich die beiden Frauen, die vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen stehen – aber vereint sind in dem Wissen, einen unerträglichen Schicksalsschlag irgendwie annehmen zu müssen. Gequält von der ewigen Frage nach dem „Warum?“ Kaja und Ella begegnen sich auf den unterschiedlichen Zweigwegen ihres Lebens. Aber durch ihre ebenso unterschiedlichen wie intensiven Blickwinkel auf das Leben können sie sich gegenseitig helfen.

Ungerechtigkeit und Machtlosigkeit machen beiden Frauen extrem zu schaffen – Gefühle, die Katja Hünniger Tag für Tag begleiten. Wie viele von Scheidung betroffene Frauen und Männer: „Jede zweite Ehe wird heutzutage geschieden, und in mindestens jeder dritten gibt es Kinder“, sagt die 32-Jährige. Wenn aus Liebe Unverständnis oder schlimmstenfalls Hass geworden ist, werden die Differenzen mit dem ehemaligen Partner viel zu oft auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Sie leiden, weil sie in unerträgliche Loyalitätskonflikte geraten. „Es gibt zu wenig Stellen, wo man sich Hilfe holen kann“, sagt die dreifache Mutter, „das Jugendamt ist hoffnungslos überfordert und man braucht Geduld, die man nicht hat.“ Dem Wohl der eigenen Kinder nicht so Rechnung tragen zu dürfen wie man es als Mutter oder Vater empfindet, führt am Ende zu einem unerträglichen Druck.

Genau das will Katja Hünniger mit ihrem Fortsetzungsroman, den es wie den ersten Teil bei Amazon als E-Book geben wird, spürbar und erfahrbar machen. Sie setzt sich mit Herzblut für eine gute Lebenszeit für und mit ihren Söhnen ein – ein langer, steiniger Weg. Deshalb steht schon jetzt fest: „Es wird noch einen dritten Teil des Romans geben.“

„Gefühlkskind – Zweigwege“

14,95 Euro

ISBN 978-3-00-052013-6

www.spirit-is.life

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