Neues Fahrzeug für Einsätze in Schwarme / Ehrenamtliche sammeln 16 300 Euro

Kameraden bauen sich ihr Feuerwehrauto selbst

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Dank des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs muss kein Ehrenamtlicher der Feuerwehr Schwarme mit seinem privaten Fahrzeug zum Einsatz fahren.

Bruchhausen - SCHWARME · Rot glänzend, mit Blaulicht und neuen Reifen steht der Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Schwarme in der Einfahrt des Feuerwehrhauses. „Den Transporter haben wir Anfang November gebraucht gekauft, da war er noch weiß“, sagt Frank Tecklenborg, Ortsbrandmeister und Pressesprecher. Die Kameraden haben das Fahrzeug in fünf Wochen aufgemotzt, der erste Einsatz ließ dann auch nicht lange auf sich warten.

„Zum ersten Mal musste niemand mit seinem privatem Auto dem Einsatzwagen hinterherfahren, weil alle Kameraden in den drei Fahrzeugen Platz hatten“, sagt Tecklenborg – die Feuerwehr war zu einer umgestürzten Tanne gerufen worden. Im neuen Mannschaftstransportfahrzeug können bis zu neun Personen mitfahren. Die Jugendfeuerwehr wird mit dem Bus zu Wettkämpfen fahren. Daneben brauchen die Ehrenamtlichen den Gebrauchtwagen für Übungen, Einsätze und andere Dienstfahrten.

„Die Idee, ein weiteres Fahrzeug zu kaufen, hatte ich schon vor rund einem Jahr“, sagt Tecklenborg. Eben weil immer ein Kamerad mit dem Auto zum Einsatz fahren musste. „Das ist aus versicherungstechnischen Gründen immer schwierig gewesen. Aber das haben wir ja jetzt gelöst.“

Die Samtgemeinde stellte kein Geld bereit, deswegen gingen die Kameraden auf Sponsorensuche. Dabei sind 16 300 Euro zusammengekommen, rund 12 000 Euro kostete der Wagen, das restliche Geld floss in das Zubehör. 14 Schwarmer Geschäftsleuten und Privatpersonen finanzierten den Bus. Die Umbauarbeiten führte die Feuerwehr ehrenamtlich durch.

Im Autohaus Lange in Neubruchhausen stieß Tecklenborg auf den fünf Jahre alten VW-Transporter, der rund 163 000 Kilometer gelaufen war. Inhaber Heino Krüger stellte seine Werkstatt tagsüber und besonders am Abend zur Verfügung. „Wir haben in unserer Freizeit an dem Fahrzeug geschraubt, das konnten wir natürlich nur nach Feierabend“, sagt der Pressesprecher. Die Kameraden beklebten den weißen Lack, sodass der Wagen jetzt in typischem Feuerwehrrot strahlt. Anschließend rüsteten die Mitglieder den VW-Bus zum Einsatzfahrzeug um: Digitalfunk- sowie Blaulichtanlage, Martinshorn und Frontblitzer (kleines Blaulicht bei den Vorderlichtern) installierten die Mitglieder der Schwarmer Feuerwehr selbst. „Wir sind auch nur Laien, aber Feuerwehrleute sind ja handwerklich begabt, und es hat uns allen unglaublich viel Spaß gemacht, an dem Auto zu basteln“, sagt der Ortsbrandmeister und lacht. Für die kniffligen Aufgaben holten sie sich aber Hilfe. „Bei der Digitalfunkanlage kam ein Experte“, sagt Tecklenborg. Er gehe davon aus, dass die Feuerwehr am roten Flitzer noch mindestens zehn bis zwölf Jahre ihre Freude haben wird. 8 000 Kilometer würden sie mit dem VW im Jahr zurücklegen, der Wagen wird also noch einige Kilometer fahren.

Und das Werkeln ist noch nicht vorbei: Die Mitglieder der Feuerwehr Schwarme planen in diesem Jahr noch den Bau eines Carports auf dem Betriebshof der Feuerwehr für die Unterstellung des Fahrzeugs.· at

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