Viel Applaus für das Jahreskonzert des Modernen Orchesters im Theater

Jules Verne in Noten

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Musikalisch in mehr als 80 Minuten um die Welt: das Moderne Orchester. ·

Syke - Jules Verne reiste einst in 80 Tagen mit dem Ballon um die Welt, das Moderne Orchester des TuS Syke wollte dies am Sonnabend musikalisch sogar in 80 Minuten schaffen.

Eine prächtige Kulisse bot sich im bis auf den letzten Platz belegten Theater. Die Bühne schmückten Fahnen, Reiseutensilien mit Koffern, Sonnenbrillen, Ferngläsern, Strohhüten, Sonnenmilch und Trommeln als Souvenirs aus Afrika. An den Wänden machten Plakate mit schönen Landschaftsaufnahmen Geschmack auf die einzelnen Stationen der angekündigten Flugreise.

Die bot bereits in der Wartehalle eine Überraschung mit dem Nachwuchsorchester „Musikfabrik“. Das heizte so richtig auf Urlaub ein und ließ die draußen herrschenden eiskalten Temperaturen schnell vergessen. Nicht nur die Filmmelodie vom Mauswanderer „Feivel“ verdiente sich Applaus und forderte nach einer Zugabe. Die gab Flugkapitän Sabine Rosenbrock, Leiterin beider Orchester, gerne, bewies es doch die erfolgreiche Arbeit der vielen Probenstunden.

„Der Flieger startet, wer randaliert fliegt raus“ – Reiseleiter Christian Sander sparte nicht mit offenen Worten und hielt als perfekter Moderator des Abends den roten Faden stets in der Hand.

Richtung Österreich ging die Reise, und der Start mit der „Ouverture Allemande“ (Thomas Doss) wurde flugtechnisch und musikalisch zu einer gelungenen Herausforderung. Ohne Autopiloten landete die Maschine schließlich problemlos im irischen Nebel. Der waberte zwar nicht auf der Bühne, aber mit einem mächtigen Paukenschlag erschien „Lord Tullamore“ (Carl Wittrock). Ab in die Sonne des Südens entschied entsprechend die in feinem Zwirn spielende Crew.

Nach Flamenco und einer leichten Meeresbrise erwartete die Reisenden ein weiteres Highlight. Das Orchester zeigte sich zum afrikanischen „Today is the gift“ (Samuel R. Hazo) auch stimmlich begabt. Als Kontrastprogramm lockte die Antarktis mit Inspirationen von Carl Wittrock. Nach einer Zwischenlandung zur Entspannung im Theater-Foyer ging es weiter gen Japan, Australien, Amerika und über Spanien zurück in die Heimat. Da die Flugzeit erheblich überschritten wurde, landete die Reisegruppe kurzerhand bei Phil Collins in London.

Dort wartete Bürgermeister Harald Behrens mit einem Korb voller weltweiter Biermarken. Mit der grünen Bremer Variante stieß er mit Orchesterleiterin Rosenbrock und Moderator Sander an, den er als geeigneten Nachfolger von Gottschalk der Allgemeinheit wärmstens ans Herz legte.

In London blieben die Flugreisenden nicht im berüchtigten Regen stehen, ihre Reise ging als Zugabe nach Deutschland weiter. „The Magic of Boney M.“ beendete nach weit mehr als 80 Minuten eine musikalische Reise um die Welt.

Aber wie könnte eine Verspätung schöner ausgedrückt werden, als mit einer gelungenen Leistung des Orchesters zwischen Musik, Gesang, perfekter Choreografie bis zum langsamen Lichtausknipsen an den Notenpulten.

Dicker Applaus für Käpt‘n Rosenbrock und eine gelungene Landung seines Jahreskonzerts. · ak

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