„Jesus Christus – lebenslang mein Freund“: Einführung von Pastor Herzer

Neue Tonart in Freistatt

Die Einführung von Pastor Michael Herzer (2.v.r.) begleiteten (v.l.) Rainer und Rotraud Triller, Erwin Fuchs (alle Kirchenvorstand), Luise Turowski und Pastor Chrsitian Sundermann (Geschäftsführung Bethel im Norden), Gabriele Bieber (Kirchenvorstand), Superintendent Klaus Priesmeier, Thorsten Dreyer (Vorstand Bethel im Norden) und Frank Kruse (Kirchenvorstand).
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Die Einführung von Pastor Michael Herzer (2.v.r.) begleiteten (v.l.) Rainer und Rotraud Triller, Erwin Fuchs (alle Kirchenvorstand), Luise Turowski und Pastor Chrsitian Sundermann (Geschäftsführung Bethel im Norden), Gabriele Bieber (Kirchenvorstand), Superintendent Klaus Priesmeier, Thorsten Dreyer (Vorstand Bethel im Norden) und Frank Kruse (Kirchenvorstand).

Freistatt - Von Sylvia Wendt. Das Gurkenfeld des Lebens hat dafür gesorgt, dass Pastor Michael Herzer nun als hauptamtlicher Pastor der Anstaltsgemeinde Bethel im Norden in Freistatt wirkt. Am Dienstag Nachmittag ist die Moorkirche fast komplett besetzt, als Herzer in sein Amt eingeführt wird.

Dass der neue Pastor (kein Unbekannter in der Gemeinde, da er mit einer Viertelstelle seit Jahren dort tätig ist, wir berichteten) ganz gut in die bunte Gemeinde am Rande des Moores passt, macht er auch in seiner Predigt deutlich.

Superintendent Klaus Priesmeier hatte vorab bereits zwei Predigten angedroht, manche mögen sie ja nicht, manche freuen sich drauf. Herzer schlägt einen Bogen von Schildkröten über Hölderlin und sein Heidelberg-Gedicht, Werder Bremen bis zum Gurkenfeld des Lebens, auf dem der Mensch seine Hütte hat. Und wie nun der Glaube an Gott in die Hütte des Menschen kommt, wie man Zugehörigkeit definieren kann, warum eine Schildkröte zwar ein netter, aber doch kein qualitativ guter Begleiter sein kann – Herzer verknüpft Themen, die scheinbar nicht zusammenpassen, macht aber deutlich, dass das Leben mit all seiner Themenvielfalt immer auch Thema für Kirche sein muss. Kirche müsse lernen, auf verschiedenen Tonarten zu singen, um sich möglichst vielen zu öffnen, sagt Herzer. Und wie passt da nun Werder Bremen rein? Herzer lässt die Gemeinde erst den bekannten Refrain singen: „Werder Bremen – lebenslang grün-weiß“. Geht super, schmettern ja auch viele, als Fan. So, und jetzt mal mit neuem Text: „Jesus Christus – lebenslang mein Freund.“ Passt perfekt zur Melodie und ginge es nach Michael Herzer, könnte jeder das auch gerne schmettern, als Fan der Kirche. Machen aber die wenigstens, was Herzer bedauert. Nein, langweilig ist die Predigt nicht, aber keinen Deut weniger würdevoll.

Pastor Christian Sundermann dankte eingangs den vielen Helfern, die die Zeit der Vakanz überbrückt haben, Andachten hielten und Gottesdienste. Er richtet sich besonders an Prädikant Rainer Triller, überreicht ihm einen Blumenstrauß. Es habe laute Stimmen gegeben, die sich gegen eine volle Pastorenstelle in Freistatt ausgesprochen haben und so dankte Sundermann auch all jenen, die für eine volle Stelle plädiert hatten, denn: Die Anzahl der zu betreuenden Menschen habe sich nicht verringert. Die pastorale Arbeit in der diakonischen Einrichtung Bethel im Norden unterscheide sich zwar etwas von der in einer regulären Kirchengemeinde, letztlich gehe es aber in beiden immer um die Menschen. In Freistatt sei die Verkündigung so nötig wie anderswo auch. Herzer übe sein Amt mit ebenso hoher Professionalität aus wie mit hohem Einfühlungsvermögen. Das ist in Freistatt – wie auch anderswo – eine gute Qualifikation, Kirche zu öffnen, den Menschen neue Wege in den Glauben zu ebnen. Statt Gurkensalat gab es traditionell Kaffee und Kuchen nach dem Einführungsgottesdienst und die Chance, den neuen Pastor ganz persönlich willkommen zu heißen. Für den musikalischen Rahmen sorgten Wilhelm Götte (Orgel) sowie „Uwe & Friends“. Der nächste Gottesdienst in der Moorkirche beginnt am Sonntag, 17. Mai, um 10 Uhr.

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