Nach zehn Jahren verabschieden sich Christa und Horst Weymann aus der Öffentlichkeitsarbeit

„Jeder gespendete Cent ins El Abrigo“

Dem Straßenkinder-Projekt bleiben sie weiterhin verbunden: Christa und Horst Weymann aus Twistringen

Twistringen - Von Theo Wilke· Eine Zuflucht für Kinder in Paraguay, damit sie körperlich und seelisch gesunden, Liebe und Fürsorge erfahren, die Chance auf ein besseres Leben haben: „El Abrigo“ bedeutet Mantel oder auch Obdach – für Christa und Horst Weymann aus Twistringen seit mehr als zehn Jahren ein ganz wichtiger Teil ihres Lebens.

Nach Südamerika sind die beiden oft gereist, haben höchst engagiert in Asunción ein Straßenkinder-Projekt unterstützt. Nun verabschieden sich die Weymanns aus der aktiven Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir haben uns gedacht, nach dieser langen Zeit möchten wir unser öffentliches Engagement auslaufen lassen“, erklärt Horst Weymann. Dank großer Unterstützung durch Familie, Freunde, Bekannte und Spender in der Vergangenheit habe man enorm viel erreicht. „Wir sind aber weiter mit dem Projekt verbunden“, ergänzt Ehefrau Christa. Beide werden wieder nach Paraguay reisen.

Zehn Jahre hätten sie das Haus „El Abrigo“ in der Hauptstadt Asunción unterstützt, und „wir können sagen, dass jeder gespendete Cent dorthin geflossen ist. Wir sind überzeugt, dass wir es gut gemacht haben“, betont der Twistringer. Unendlich dankbar sind Weymanns ihren treuen Unterstützern und Sponsoren für das entgegen gebrachte Vertrauen. Ganz besonders: Mike Stelter, der die Glücksrad-Aktion von Beginn betreute. In Zukunft werden die Twistringer nicht mehr mit dem Glücksrad auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sein, nicht mehr in Schulen oder auch auf der Gewerbeschau über das Hilfsprojekt aufklären.

Ganz wichtig ist ihnen der Appell an die Bevölkerung: „Haben Sie keine Scheu, eine Patenschaft zu übernehmen. Horst Weymann: „Das ist ein absoluter Gewinn.“ Er ist seit 16 Jahren selbst Pate der heute 27-jährigen Karen, inzwischen diplomierte Betriebswirtschaftlerin. 17-jährig wollte Karen zum ersten Mal als Au-pair-Mädchen nach Twistringen, kam aber als Studienbewerberin. Denn Horst Weymann bestand darauf: „Du bist zum Lernen in Deutschland.“ Karen sei der strahlende Beweis dafür, was eine Patenschaft bewirken könne.

Den Straßenkindern von Asunción ein Heim zu bieten, ist das zentrale Anliegen von „Servome“ (Servicio Voluntario Menonita), dem Christlichen Dienst der mennonitischen Gemeinden in Paraguay. Das ursprüngliche Konzept sah nur eine Anlaufstelle für Straßenkinder vor. Sehr schnell stellte sich jedoch heraus, dass damit eine nachhaltige Förderung nicht erreicht wird. Eine warme Mahlzeit am Tag hilft zwar gegen den größten Hunger, trägt aber wenig dazu bei, die Situation der Kinder zu verbessern. Und so wurde eine Herberge eingerichtet.

In der „El Abrigo“ leben mehr als 50 Kinder. Sie werden nicht nur ernährt und eingekleidet, sondern auch psychologisch betreut, um Gewalt-Erfahrungen auf der Straße zu verarbeiten.

Im Sinne einer angemessenen Schulausbildung folgte bald die Gründung einer Tagesstätte und einer Schule, in der Jungen und Mädchen aus der Herberge gemeinsam mit Kindern aus dem Stadtviertel unterrichtet werden.

Das Hilfsprojekt in Asunción ist auch weiterhin auf Spenden aus dem Ausland angewiesen. In der Anfangszeit kamen mehr Kinder vom Fluss, heute sind es vielfach Jungen und Mädchen aus dem eigenen Stadtviertel. Es gibt dafür immer mehr Zustimmung aus der Bevölkerung.

Wer das Projekt „El Abrigo“ unterstützen möchte, erhält mehr Informationen über Christa und Horst Weymann, Tel. 04243/ 2007, oder E-Mail: horstweymann@t-online.de

▪ Kinderhilfsprojekt

▪ in Paraguay

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