Dritter Akademietag im Gymnasium: Polarforscher Prof. Dr. Koch referiert über den Klimawandel

In jedem steckt ein wenig Cäsar

Berichtete anschaulich und spannend über Forschungsmethoden in Arktis und Antarktis: Polarforscher Prof. Dr. Boris Koch erwies sich als Glücksgriff.

Bassum - TWISTRINGEN (lor) · Gerade frisch erstochen, hauchte Julius Cäsar noch einen letzten Atemzug in die Welt. Einen finalen persönlichen Beitrag zur CO2-Konzentration in unserer Atmosphäre. Heute, über zweitausend Jahre später, steckt in jedem Menschen ein wenig des römischen Feldherren. Denn noch heute atmet rein rechnerisch jeder Einzelne alle vier Stunden zwei Moleküle CO2 von Cäsars Atem ein.

Prof. Dr. Boris Koch, Polarforscher am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, nutzte dieses wissenschaftlich etwas zweifelhafte, aber wunderbar anschauliche Gedankenexperiment am Freitagabend als Einstieg seines Vortrags zum Klimawandel im Twistringer Gymnasium. Den Rahmen für den Besuch des hochkarätigen Gastes gab der nunmehr dritte Akademietag der Schule in der Vechtaer Straße.

Knapp 300 Interessierte hatten in der Aula Platz genommen, um den Ausführungen – anschaulich unterlegt von einer Bilderpräsentation auf großer Leinwand – zur „Klimaforschung in Polargebieten“ zu folgen.

Vor Bürgermeister Karl Meyer, Vertretern des Landkreises und des Niedersächsischen Landtages, lokalen Ratsvertretern, vor Lehrern, Schülern und deren Eltern, bereitete Koch seine Erklärungen mit einer ausgewogenen Dosis an wissenschaftlich-sachlichem Gehalt und leicht verständlicher, punktierter Präsentation für das gemischte Publikum auf.

Schulleiter Martin Lütjen attestierte dem eloquenten Referenten folglich höchste Kompetenz: „Der Vortrag von Professor Koch hat genau meine Erwartungen getroffen, wie ein Akademietag sein sollte. Bei der Vermittlung eines geistigen und wissenschaftlichen Ansatzes ist es entscheidend, dass hinterher wirklich alle etwas mitnehmen können. Und das ist richtig gut gelungen.“

Auch der stellvertretende Schulleiter Michael Schläger freute sich über die Idee des Gymnasiums, beim renommierten Alfred-Wegener-Institut anzufragen: „Mit diesem Forscher haben wir ein glückliches Händchen bewiesen.“

Bürgermeister Meyer zeigte sich später am Abend „hoch begeistert“ vom Akademietag. Er lobte im Besonderen die große Resonanz in Form der vielen Besucher. Das zeige den Schülern nicht zuletzt, wie sehr sie in ihrer Arbeit ernst genommen werden.

Verdient hatten die Schüler aller Jahrgänge die Anerkennung in jedem Fall: Neben der Präsentation unzähliger Arbeiten, die das tolle Ergebnis zweier Projekttage in der vergangenen Woche widerspiegelte, dürfte besonders die Mühe von 33 Schülern aus verschiedenen zehnten Klassen das Wohlgefallen der Gäste geweckt haben.

Als Catering-Gruppe hatten die 15- bis 17-jährigen Jungen und Mädchen drei Tage lang mit regionalen Produkten gekocht, geschnibbelt und vorbereitet.

Vom schmackhaften Ergebnis konnten sich nach dem Vortrag alle in der Eingangshalle des Gymnasiums überzeugen, wo die Schüler Schichtbrot, Pasteten, Canapés, Croissants, gefüllte und ummantelte Früchte und weitere Köstlichkeiten auf Silbertabletts durch die Besuchermenge balancierten. Mehrfaches Zugreifen war selbstverständlich erwünscht – und gerne getan.

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