Brinkumer Firma Becomix baut Produktionsanlagen für Kosmetikhersteller und die Pharmaindustrie

Für jede Creme die richtige Technik

Becomix-Geschäftsführer Stephan Berents vor einer Anlage, die später einmal in der Schweiz zum Einsatz kommen soll.

Stuhr - BRINKUM-NORD (sb) · Wer sich morgens verschlafen die Zähne putzt und sich danach das Gesicht eincremt, der fragt sich nicht, wie Paste und Lotion entstehen. Die Mitarbeiter der Firma Becomix Mischtechnik an der Henleinstraße machen sich Tag für Tag Gedanken darüber, welche Maschinen Kosmetikartikelhersteller und Produzenten von pharmazeutischen Produkten benötigen, um ihre Artikel fertigen zu können.

„Wir planen, konstruieren und produzieren Anlagen für fast alles, was man an Artikeln im Bad hat“, fasst Becomix-Geschäftsführer Stephan Berents zusammen. Darunter fallen Shampoos, Cremes, Lotionen, Lippenstifte, Zahncremes, Duschgele, aber auch Haarfärbemittel, Augentropfen, Salben oder Hustensäfte.

Die Hersteller, wie zum Beispiel die Firma Beiersdorf, die laut Berents rund 98 Prozent ihrer Produktionsanlagen bei Becomix kauft, bestellt bei den Stuhrern etwa Maschinen, die die Cremes mischen sowie die dazugehörige Software. „Damit haben wir uns auf eine recht kleine Nische spezialisiert, in der wir uns über die Jahre ein großes Know-how angeeignet haben“, erklärt der Geschäftsführer.

Eine Herausforderung für die Prozess- und Konstruktionsingenieure sind die individuellen Lösungen für jeden Kunden. Stellen in einem Auftrag schwer lösliche Rohstoffe das Problem dar, so sind es bei anderen etwa rationelle Verfahren wie heiße und kalte Emulsionsherstellung.

Die gängigen Kosmetikmarken wie L‘Oreal, Avon, Veleda oder Wella lassen ihre Produktionsanlagen an der Henleinstraße fertigen. Sind diese schließlich fertig, werden sie einmal komplett in der Fertigungshalle aufgebaut und dem Kunden vorgeführt. Die Stuhrer Industriemechaniker reisen schließlich an den Produktionsstandort, um die Anlage vor Ort zu installieren.

Die rund 80 Mitarbeiter und im Durchschnitt fünf Auszubildenden des Stuhrer Unternehmens kommen viel herum: In Brasilien, Japan, Russland, Neuseeland oder Australien, praktisch auf der ganzen Welt vertreibt das Unternehmen seine Maschinen. „Oftmals sind es auch Firmen, die lediglich für den nationalen Markt produzieren“, weiß Berents. Auch in der Lebensmittelbranche fasst Becomix derzeit Fuß.

1978 war das Unternehmen unter Leitung von Berents‘ Vater in Bremen entstanden, ursprünglich als Ingenieurbüro. 1982 siedelte das Team nach Brinkum-Nord um und entschied sich, auch zu fertigen. Stück für Stück hat sich Becomix im Laufe der Jahre erweitert. Mittlerweile gibt es drei Fertigungshallen sowie zwei große Bürogebäude. Das ältere der beiden soll in diesem Jahr modernisiert werden. „Bald bekommen wir Platzprobleme“, sagt Berents im Hinblick auf die Grundstücksgrenzen in dem voll ausgelasteten Gewerbegebiet. Allerdings plant der Geschäftsführer keinen Umzug. „Wir fühlen uns in Stuhr sehr wohl und sind hier fest verwurzelt.“

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