Justizhauptwachtmeister Hinrich de Vries in Ruhestand verabschiedet

31 Jahre lang aktiv und präsent

Hinrich de Vries nimmt die Urkunde von Direktorin Elisabeth Kruthaup entgegen. Seine Frau Irmgard sieht zu.

Syke - SYKE (nie) · Die Tür des Saals ging nicht mehr zu – Kollegen wollten dem Chef der Justizwachtmeisterei am Syker Amtsgericht alles Gute für die Zeit als Pensionär wünschen. Gestern wurde Justizhauptwachtmeister Hinrich de Vries (65) in den Ruhestand verabschiedet.

Amtsgerichtsdirektorin Elisabeth Kruthaup stellte in ihrer Ansprache heraus, dass Hinrich de Vries alle seine Aufgaben mit Zuverlässigkeit und von Verantwortungsbewusstsein geprägt erledigt habe. „Sie haben mitgedacht und Ihre eigenen Ideen eingebracht. Sie haben nicht auf Ihren Ruhestand hingearbeitet, sondern waren bis zuletzt aktiv und präsent“ sagte sie.

„Von Ihrem technischen und handwerklichen Geschick haben wir ebenfalls profitiert“ hieß es weiter. Die Direktorin erinnerte daran, dass de Vries nebenberuflich noch als Hausmeister wirkte.

Der jetzige Ruheständler wurde im Raum Leer in Ostfriesland geboren. Ehefrau Irmgard heiratete er 1966. 1969 zog die Familie nach Hannover, wo de Vries als Kraftfahrer bei der Tierärztlichen Hochschule beschäftigt war. Die Familie zog 1974 nach Syke, weil man, so de Vries, raus aus der Großstadt und etwas ländlicher leben wollte. Arbeit fand er zunächst im Rangierdienst der Bundesbahn in Bremen, bevor er sich 1979 auf die freie Stelle als Justizhelfer beim Amtsgericht Syke bewarb. Im Mai 1979 trat er seinen Dienst an. Er durchlief er die Wachtmeisterausbildung mit Erfolg und wurde im Oktober 1989 zum Ersten Justizhauptwachtmeister ernannt.

Rückblickend auf drei Jahrzehnte fallen dem jetzigen Ruheständler einige Ereignisse im Umgang mit den „schweren Jungens“ ein, die aus der Haftanstalt vorgeführt wurden. Der eine oder andere versuchte vergebens, durch das geschlossene Fenster aus dem Gerichtssaal in die Freiheit zu springen. Hinrich de Vries und Kollegen waren schneller.

Eingestellt hatte ihn der damalige Direktor Wolfgang Trümpler. Es gab damals nur vier Richter, heute zehn. Zur Frage, ob er den Beruf bei der Justiz noch einmal ergreifen würde, kommt von de Vries ein spontanes: „Ja, es hat mit Spaß gemacht, die Zusammenarbeit war mit den Kollegen immer gut.“

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