Der „Sinnesgarten“ und die Feldbahn in Freistatt wurden am Sonnabend feierlich eingeweiht

„Ist richtig toll geworden“

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Freistatts Bürgermeister Gero Enders (l.) überreichte Projektkoordinator Frank Kruse symbolische Geschenke.

Freistatt - (ab) n Mit den Klängen des Posaunenchores Freistatt begann am Sonnabendmorgen die feierliche Einweihung des „Sinnesgartens“ und der Freistätter Feldbahn.

Bürgermeister Gero Enders begrüßte die Gäste auf dem Rondell inmitten der rund 7 000 Quadratmeter großen Fläche, deren Stationen nun allen kleinen und großen Neugierigen das aktive Erleben physikalischer Phänomene und verblüffender Effekte ermöglichen.

Als Vater von zwei Söhnen wisse er, wie wichtig die Förderung der Wahrnehmung für die Entwicklung der Intelligenz, der Sprache und der Fähigkeit zu Lernen ist. Die nun attraktiv gestaltete Feldbahn, einst Versorgungslinie zwischen Freistatt und Heimstatt, biete nun die Möglichkeit, Besuchern das Moor mit seinen Pflanzen und Tieren näher zu bringen. „Großer Dank gilt Frank Kruse und seinem Team“, wandte sich Enders an den Leiter des Gesamtprojekts, „was ihr hier geschaffen habt, ist richtig toll geworden.“ Neben einem Präsent der Gemeinde „im Umschlag“ überreichte Enders einen Laub-Rechen zur Pflege des Sinnesgartens und einen Verbandskasten für die Feldbahn als symbolische Geschenke.

Anette Seidel, Geschäftsführerin von „Bethel im Norden“, betonte, dass die Realisierung der Projekte, die vom Arbeitsmarktservice des Landkreises Diepholz und mit EU-Mitteln gefördert wurden, viel Kraft und Einsatz gebraucht hätten. Sie bedankte sich bei den Mitarbeitern der Qualifizierungs-Teams und Koordinator Frank Kruse, „und last not least den vielen fleißigen Menschen, die ihr Herzblut in die Arbeit gesteckt haben.“ Einige der Langzeitarbeitslosen kamen dank des Projektes in eine feste Anstellung.

Die Gäste probierten die Stationen des „Sinnesgartens“ aus.

Mehrere Ansätze – etwa Menschen in sinnvolle Arbeit zu bringen und die Förderung des Tourismus – seien hier vereint worden, stellte Jörg Bode, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, der in Vertretung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Philipp Rösler teilnahm, fest. Diesem Lob schloss sich Heinrich Schwenker an, der als Kirchdorfs stellvertretender Samtgemeindebürgermeister und Bürgermeister der Nachbargemeinde Wehrbleck ebenso zu den gelungen Projekten gratulierte wie Detlef Taenzer, Leiter des Fachdienstes Kreisentwicklung beim Landkreis Diepholz. Persönliche, teils humorige Erinnerungen an das Gelände, auf dem der „Sinnesgarten“ entstand, steuerte Pastor Gerhard Wagner bei, der hier mit seiner Frau in den 80-er Jahren die „Werkstatt Wegwende“ initiiert und aufgebaut hatte. Wo einst die Arbeit an zukunftsfähigen Formen des Zusammenlebens – sowie Schafhaltung und biologischer Gartenbau – im Mittelpunkt standen, sei nun ein Sinnesgarten anderer Art entstanden, „künstlich, aber sehr anregend. Er ist nur so schön geworden durch die vielen Liter Schweiß, die hier in den Boden geflossen sind, damals und heute.“

Frank Kruse dankte den vielen Mitstreitern, die zum Gelingen der Projekte beitrugen, sei es bei der Koordinierung, der eigentlichen Gestaltung, durch Fördermittel oder Spenden – eine lange Liste. Dann lud er die Gäste ein, den Sinnesgarten zu erkunden, eine Fahrt mit der Feldbahn oder einen Bummel über den Flohmarkt zu unternehmen und die vielen kulinarischen Angebote zu genießen.

Am Nachmittag fand in Freistatt die dritte Etappe der ersten „Feldbahnrallye in der Diepholzer Moorniederung“ statt.

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