Eine Million Euro für Wertstoffhof auf „Mühlenkamps Feld“

AWG investiert in Sulingen

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Standort für den geplanten Wertstoffhof: „Mühlenkamps Feld“ zwischen Bahndamm und der Straße „Hinter der Trahe“. ·

Stuhr - SULINGEN · „Im Frühjahr 2013 wollen wir den Betrieb aufnehmen,“ sagt Geschäftsführer Andreas Nieweler. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises Diepholz (AWG) investiert am Wirtschaftsstandort Sulingen „gut eine Million Euro“ in einen Wertstoffhof. „Mit der Stadt Sulingen sind wir uns einig.“ Nach der Zustimmung des AWG-Aufsichtsrates seien die Verträge für den Erwerb der etwa 7 500 Quadratmeter großen Fläche auf „Mühlenkamps Feld“ unter Dach und Fach.

Das Projekt Sulingen ist, wie das in Weyhe geplante Vorhaben und die bereits in Betrieb befindlichen Wertstoffhöfe in Aschen, Bassum und Syke, Teil der „Wertstoffoffensive plus“, mit der die Tochtergesellschaft des Landkreises den Anforderungen des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes gerecht werden will (wir berichteten). „Ziel ist, das Recycling und die Ressourceneffizienz in der Abfallwirtschaft nachhaltig zu verbessern“, sagt Nieweler.

Die bis dato in Maasen in Obhut der AWG geführte Einrichtung wird mit Inbetriebnahme des Wertstoffhofes Sulingen umfunktioniert. Nieweler: „Angedacht ist, in Maasen zukünftig nur noch Massen-Abfälle Bauschutt und Grünabfall anzunehmen. Dazu befinden wir uns in Gesprächen mit unserem bisherigen Kooperationspartner, der Firma Leymann.“ Wünschenswert wäre aus Sicht der AWG auch, in Siedenburg zusätzlich zentral einen Mini-Wertstoffhof vorzuhalten.

Die für „Mühlenkamps Feld“ geplante Anlage soll modernsten Anforderungen gerecht werden. „Eine ortsnahe Annahme für alle Abfälle aus privaten Haushalten, Handwerk, aus Teilbereichen der Landwirtschaft und dem Kleingewerbe“, sagt der AWG-Geschäftsführer. „Angefangen bei Glas und Papier über Altmetalle, Sperrmüll, Grünabfälle und kleine Mengen Bauschutt bis hin zu verschiedenen Formen von Kunststoffen.“

Absicht des Unternehmens sei, neben den so genannten Holsystemen die Bringsysteme im Landkreis weiter auszubauen. „Wir leben in einer mobilen Gesellschaft, da werden Bringsysteme immer mehr nachgefragt. ‚Mühlenkamps Feld‘ scheint uns als zentrale Anlaufstelle für die Region Sulingen geeignet. Die Öffnungszeiten werden wir so legen, das sie in den Alltag passen.“

Mit Baubeginn rechnet Andreas Nieweler im Herbst. „Wir gehen jetzt in die Genehmigungsverfahren und werden spätestens im September mit den Ausschreibungen beginnen.“

Mit Widerständen aus der Bevölkerung gegen das Projekt rechnet der Geschäftsführer weniger: „Im Grundsatz findet auf dem Gelände nur eine Annahme statt. Berge von Abfall wird man da nicht sehen. Die Lärmemissionen liegen bei weitem unter den Möglichkeiten, die uns das Gewerbegebiet einräumt.“

Sulingens Bürgermeister Harald Knoop begrüßt das Engagement der AWG im Mittelzentrum: „Die Wege für unsere Mitbürger werden kürzer – und es entstehen neue Arbeitsplätze in der Stadt.“ · oti

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