Umzug vom nordrhein-westfälischen Düren ins Gewerbegebiet abgeschlossen

BBB investiert eine Million Euro in Brinkum-Nord

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BBB-Geschäftsführer Stephan Berents (l.) mit Betriebsleiter Ronny Schikore vor einem der Rührwerksbehälter, die die Firma für ihre Mutter Becomix produziert. ·

Brinkum - Von Andreas HapkeEs ist ein Beispiel für eine zügige und zielgerichtete Wirtschaftsförderung: Im März dieses Jahres führte die Firma BBB mit der Gemeinde ein „Initialgespräch“, wie beide Seiten es nennen. Knapp zwei Monate später begannen im Gewerbegebiet Brinkum-Nord die Bauarbeiten. Inzwischen ist der BBB-Umzug vom nordrhein-westfälischen Düren an die Henleinstraße 15 abgeschlossen. Dafür hat das Unternehmen rund eine Million Euro investiert.

„Für uns war es entscheidend, dass wir schnell zu Potte kommen konnten“, sagt BBB-Geschäftsführer Stephan Berents. Um Ansiedlungen wie diese auf dem kurzen Dienstweg zu bearbeiten, hatte die Gemeinde im Juli 2009 die Aufgaben einer Baugenehmigungsbehörde vom Landkreis übernommen. „Damit sind alle Dienstleistungen, die für eine solche Entscheidung relevant sind, in einer Hand“, sagt Bürgermeister Niels Thomsen. Gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier gratulierte er am Mittwochabend zur Neueröffnung.

Der neue BBS-Standort – früher die Adresse von Grote Apparatebau – befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Mutterunternehmen Becomix, das seit 1978 Prozessanlagen für die kosmetische und pharmazeutische Industrie herstellt. BBB fungiert als spezieller Zulieferer: Die Firma produziert druckfeste, heiz- und kühlbare Behälter, in denen die Cremes und Salben angerührt werden. Je nach Anlage können die Konstruktionen aus Edelstahl bis zu 20 Tonnen schwer und 7,50 Meter hoch werden. Eigens dafür hat BBB an das von der Firma Grote erworbene Gebäude noch eine zehn Meter hohe Fertigungshalle angebaut. Insgesamt stehen jetzt 800 Quadratmeter für die Produktion zur Verfügung.

Die Industrieanlagen werden bei Becomix aufgebaut, gestestet und danach in Einzelteilen an die Kunden geliefert. Über 50 Prozent seines Geschäfts macht das Mutterunternehmen außerhalb Europas. Die Lieferungen gehen nach China, in die USA sowie nach Mittel- und Südamerika. Nur 15 bis 20 Prozent der Kunden kommen aus Deutschland. „Von Krise ist bei uns keine Spur“, sagt Berents, der auch die Geschäfte von Becomix führt. Die Auftragslage sei noch nie so gut gewesen. Berents führt dies zum einen darauf zurück, dass der deutsche Maschinenbau im Ausland nach wie vor einen guten Ruf genieße. Zum anderen sie seine Firma „technologisch und vom Volumen her Marktführer“.

Neben der räumlichen Erweiterung haben BBS und Becomix auch beim Personal nachgebessert. Beide Firmen haben in diesem Jahr bereits 15 neue Arbeitskräfte eingestellt: Industriemechaniker und -elekriker sowie Maschinenbau- und Konstruktionsingenieure. Davon sind vier Stellen bei BBB entstanden, sechs weitere kommen dort noch hinzu. „Damit sprengen wir die Grenze von 120 Mitarbeitern in beiden Unternehmen“, sagt Berents. Zum Umsatz der Firmen wollte er keine Auskunft geben.

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