Internationale Arbeitsgruppe an der BBS Europaschule Syke erarbeitet Kriterien für Netzwerk-Konzept „Eurocom smart“

Qualitätsbausteine für Ausbildung in Europa

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Symbol für die erfolgreiche Arbeitstagung: Um den „Baum der Erkenntnis“ versammeln sich (v.l.) Silke Hillermann, Annette Kay, Merete Frank Christensen, BBS-Direktor Horst Burghardt, Rita Bieler, Marion Jannik und Heike Siegmann-Rink.

Syke - Von Anke Seidel. Es ist Arbeit für die Zukunft, die Mitarbeiterinnen aus Kindertagesstätten und Berufsschule an diesem Tag leisten: Die unterschiedlichen Ausbildungssysteme in europäischen Ländern zu harmonisieren und eine Basis für vergleichbare Bewertungen zu schaffen ist das Ziel – und keine einfache Aufgabe, die sich die Frauen bei ihrer internationalen Tagung in der BBS Europaschule Syke vorgenommen haben.

Mit den Däninnen Annette Kay und Merete Frank Christensen saßen gestern vier Erzieherinnen und Lehrerinnen aus Syke in der BBS-Europaschule an einem Tisch, um besagte Basis zu schaffen, die zukünftig in europäischen Ländern gelten soll. Welche konkreten Aufgaben sollen Erzieherinnen ihren Auslandspraktikanten in den Kindertagesstätten stellen? Wie sollen die Lehrerinnen deren Leistungen bewerten – und welchen Qualitäts-Punkten entsprechen sie? Elementare Fragen, wenn es um die Gestaltung und Anrechnung von Auslandspraktika geht. Denn in Europa sprechen die Menschen nicht nur unterschiedliche Sprachen. Sie haben auch völlig unterschiedliche Ausbildungssysteme. Erzieherin – in vielen europäischen Ländern ist das ein akademischer Beruf. „Nur in Deutschland und Österreich nicht“, sagt Heike Siegmann-Rink. Die deutsche Ausbildung entspreche aber denen in anderen Ländern, betont BBS-Direktor Horst Burghardt: „Wir haben die Stufe sechs. Aber die Vergleichbarkeit hat immer gefehlt“, freut er sich über das Engagement der internationalen Arbeitsgruppe, in der Annette Kay eine besondere Funktion hat. Sie ist Koordinatorin im Europäischen Netzwerk „Ereivet“.

Menschen aus sechs verschiedenen Ländern sollen zunächst davon profitieren, dass die Qualitätsbausteine für die besagten Auslandspraktika und für künftige Fortbildungen von Lehrerinnen und Erzieherinnen in einem leicht verständlichen Konzept zusammengefasst sind. „Eurocom smart“ heißt das Zauberwort. In Finnland, Dänemark, Holland, Griechenland, Deutschland und Belgien soll das Konzept buchstäblich Brücken schlagen. Deshalb können die beteiligten Länder noch eigene Vorschläge einbringen. Die Pionierarbeit dafür hat gestern die Arbeitsgruppe an der BBS Europaschule geleistet.

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