Premiere der „Neubürgerbegrüßung“ durch die Stadt findet erfreuliche Resonanz

„Insider“ stellen Sulingen vor

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Nach dem informativen Kaffeetrinken brachen die frischgebackenen Sulestädter zu geführten Touren auf. ·

Sulingen - Ein „Weilchen“ (24 Jahre) ist es her, dass Astrid Ellmers vom Team der Stadtverwaltung eine „Neubürgerin“ war, von Dörverden nach Sulingen zog. „Ich hatte das Glück, dass mich nette Kollegen auf Spaziergänge mitnahmen, mir alles zeigten. Die besten Tipps bekommt man von ‚Insidern‘.“ So entstand die Idee für die „Neubürgerbegrüßung“ – deren Premiere stieß am Sonnabend auf erfreuliche Resonanz.

Knapp 20 frischgebackene Sulestädter fanden sich in der Alten Bürgermeisterei ein – persönlich eingeladen hatte die Verwaltung alle Personen, die innerhalb der vergangenen drei Monate in die Stadt gezogen waren, „das waren insgesamt 140“, berichtete Astrid Ellmers.

Bei Kaffee und Butterkuchen stellte Bürgermeister Harald Knoop die Stadt in Wort und Bild vor, von den hier ansässigen Behörden über Sport-, Kultur-, Bildungs- und Betreuungsangebote, Gewerbe- und Neubaugebiete bis zu renommierten Firmen, deren Produkte dazu beitragen, dass Sulingen überregional bekannt ist, etwa Schuhhersteller „Lloyd“ und die „Bullenschluck“-Manufaktur.

Harald Knoop hielt auch mit Problemen nicht hinter dem Berg, so arbeite die Stadt daran, die gute ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten, auch wenn in naher Zukunft viele der hier praktizierenden Ärzte in den Ruhestand gehen. Eine Neubürgerin monierte, dass es keine Personenzuganbindung gibt. Aus seiner Sicht könne das auch in den nächsten zehn Jahren niemand ändern, so Knoop, der Kostenaufwand sei zu hoch. Er verwies auf die gute Busanbindung zum Bassumer Bahnhof.

Pastor Jörg Schafmeyer, vor elf Jahren nach Sulingen gezogen, versicherte den Neubürgern: „Sie haben eine gute Wahl getroffen. Sulingen ist ein ganz besonders netter Ort, meine Familie und ich sind hier mit offenen Armen empfangen worden.“

Der Bürgermeister erkundigte sich nach der Herkunft der Neusulinger. Die meisten von ihnen sind aus den Samtgemeinden des Sulinger Landes in die Stadt gezogen, doch auch aus Rethem, Bremen und Bad Salzuflen führte der Weg hierher. Ein Paar aus Vechta fand hier das passende Grundstück für den Hausbau, ein aus Sulingen stammender junger Mann entschloss sich nach dem Studium in unterschiedlichen Städten zur Heimkehr, mancher zog der Liebe wegen, mancher aus beruflichen Gründen in die Sulestadt. Knoops Vermutung, dass Kati Eschner aus Berlin, seit einem Jahr bei der Stadt beschäftigt, die weiteste „Anreise“ hatte, erwies sich als falsch: Zwei junge Damen, die im Sulinger Krankenhaus arbeiten, kommen aus Weißrussland beziehungsweise der Ukraine.

Mit dem Bürgermeister ins Nördliche Suletal, mit Astrid Ellmers in die Innenstadt – oder mit Pastor Schafmeyer auf den Kirchturm, um einen „Überblick“ zu erhalten: Gern nutzten die Neubürger die angebotenen Spaziergänge, um dabei weitere „Insider-Tipps“ zu bekommen.

Seitens der Stadt ist geplant, künftig alle drei Monate zum „Neubürgerempfang“ einzuladen. · ab

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