Projekttage am Gymnasium stoßen landesweit auf Interesse

Immer mehr Nachahmer

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Caroline Besler, Erika Dittmeier, Michele Brünjes und Niklas Ahrens informieren Stephanie Wimberger und Lena Lepinay (v.l.) über die Ergebnisse der Recherchen im Rahmen des Energieprojektes. ·

Sulingen - Die Neuntklässlerinnen Lena Lepinay und Stephanie Wimberger schlüpften gestern Morgen in für sie ungewohnte Rollen: Die „Kollegen“ der Jahrgangsstufe zehn des Gymnasiums Sulingen präsentierten die Ergebnisse ihrer Energieprojekte. Lena Lepinay und Stephanie Wimberger hatten einen Teil der Arbeiten zu begutachten – und schließlich zu bewerten. „Dass Sand auch ein Energiespeicher ist, das ist uns neu“, sagten sie unisono.

Erika Dittmeier, Michele Brünjes, Caroline Besler und Niklas Ahrens hatten sich im Rahmen ihres Teilprojektes mit der Erwärmung von unterschiedlich hellen Sandböden beschäftigt – und sich dabei vor allem mit dem Einfluss der Helligkeit und der Frage auseinander gesetzt, inwieweit Sand sich tatsächlich als Energiespeicher eignet.

Ihr Fazit: „Klar, Sand ist als Energiespeicher nutzbar, zumindest dann, wenn er mit Wasser in Verbindung gebracht wird.“

Untersucht hatten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Sandböden, die zunächst mit Hilfe eines Halogenstrahlers erhitzt wurden.

In Abständen von 30 Sekunden maßen sie dann die Temperaturen in unterschiedlichen Tiefen. „Dunkle Sandböden können mehr Licht absorbieren als helle“, lautet das einhellige Rechercheergebnis des Teams.

Seit 1998 ist der Präsentationstag zum Energieprojekt fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders des Gymnasiums Sulingen im April.

„Wie in den Jahren zuvor haben die 132 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen schon Ende des vergangenen Jahres im Physik-, Chemie- und Biologieunterricht ihre Themen gewählt und begonnen, Informationen zu sammeln“, sagt Studiendirektor Jürgen Düker. Im Januar folgten dann zwei Experimentiertage. „Und eine nicht unerhebliche Zahl an Stunden in der Freizeit, in denen wir gemeinsam zuhause weitergearbeitet haben“, sagt Niklas Ahrens.

Jürgen Düker: „Die Erfahrungen beim Lösen experimenteller Probleme, die die Schülerinnen und Schüler in diesem Zusammenhang sammeln, stellen einen wesentlichen Aspekt des Projekts dar. Die Ergebnisse ihrer Recherchen und die Protokolle zu den Experimenten legen die Schülerinnen und Schüler in Form einer schriftlichen Ausarbeitung vor. Das Energieprojekt stellt eine wichtige Vorbereitung für die Facharbeit in der Qualifikationsphase der Oberstufe dar.“

Vergleicht man die Themenlisten der Projekte über 15 Jahre, so kann man laut Jürgen Düker zahlreiche Konstanten finden – unter anderem Windkraft, Solarzellen, Akkumulatoren und Batterien, Brennstoffzellen, Biogas und Biodiesel. „In jedem Jahr kommen allerdings auch immer wieder neue Aspekte hinzu“, sagt der Studiendirektor. „Ein besonderer Schwerpunkt ist in diesem Jahr die Waldökologie.“ Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler bei ihren Recherchen durch Mitarbeiter des Waldpädagogikzentrums Hahnhorst.

Laut Jürgen Düker finde das Energieprojekt des Gymnasiums zwischenzeitlich überregional Beachtung. Die Fachberaterin für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bei der Landesschulbehörde Hannover hatte Vertreter der niedersächsischen Umweltschulen an das Sulinger Gymnasium eingeladen, Lehrer aus dem Bezirk Hannover besuchten die Ausstellungen zum Projekttag, der inzwischen am Gymnasium Twistringen und an der Oberschule in Barnstorf nachgeahmt werde. Schülerinnen und Schüler der befreundeten MINT-EC Gymnasien Bad Nenndorf und Osnabrück nutzten den Projekttag für Exkursionen. · oti

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