Margot Kötting feierte gestern in Wagenfeld ihren 90. Geburtstag

„Ich war zwar eine strenge Lehrerin, aber ich habe mir Mühe gegeben“

Bürgermeister Wilhelm Falldorf und Gisela Siepmann gratulierten gestern Margot Kötting zu ihrem 90. Geburtstag.

Wagenfeld - · „Ich war zwar eine strenge Lehrerin, aber ich habe mir immer Mühe gegeben“, meinte gestern Mittag Margot Kötting zu Wagenfelds Bürgermeister Wilhelm Falldorf, selbst ehemaliger Lehrer. Falldorf, in Begleitung von Gisela Siepmann, gratulierte der Hochbetagten zu ihrem 90. Geburtstag. „Unserem Sohn Carsten hat die Grundschule in Haßlingen gut getan. Und Sie waren eine gute Grundschullehrerin für Wagenfeld“, sagte Falldorf.

Für Margot Kötting, verw. Moeser, geb. Roraius, war der Lebensweg nicht einfach. Ihre Eigenständigkeit und auch ihre Eigenwilligkeit hätten ihr geholfen, die vielen Veränderungen, Probleme und Sorgen ihres Lebens zu bewältigen, erzählte sie.

Am 27. Januar 1920 wurde sie als Tochter eines Postbeamten und einer Hausfrau in Havelberg in der damaligen Mark Brandenburg geboren. In ihrer Heimatstadt besuchte sie die Schule bis zum Abitur. Danach absolvierte sie eine Ausbildung bei Siemens in Berlin. Im Alter von 20 Jahren heiratete sie Joachim Moeser. Das erste Kind der Eheleute starb bereits als Kleinkind. Wenig später wurden die Kinder Gisela und Joachim Hans geboren.

Das Glück hielt nicht lange an. Nach nur vierjähriger Ehe starb Margots Ehemann.

Weil die Wohnung in Berlin durch Bomben zerstört wurde, ging Margot mit ihren Kindern zurück in ihre Heimatstadt Havelberg. Hier ließ sie sich zur Lehrerin ausbilden und arbeitete fortan im Schuldienst. Ihre Aktivitäten in der Kirche führten zu Problemen mit den staatlichen Stellen der damaligen DDR.

So verließ sie 1958 heimlich mit ihren Kindern ihre Heimat. Im Oktober 1958 fand sie in Wagenfeld ein neues Zuhause und eine Anstellung als Lehrerin in der Förlinger Schule. Hier konnte sie auch ihre zweite Lehrerprüfung ablegen. Später wechselte sie zur Haßlinger Schule. 1975 heiratete sie Werner Kötting. Mit 63 Jahren ließ Margot sich pensionieren um zusammen mit ihrem Ehemann die freie Zeit zu genießen. 1995 wurde sie wieder Witwe.

Margot Kötting lebt seitdem allein in ihrer Wohnung. Körperlich geht es ihr gut. Obwohl ihr das Gedächtnis zuweilen Schwierigkeiten macht, legt sie viel Wert auf ihre Eigenständigkeit. Diese wird durch den Pflegedienst des Roten Kreuzes, durch „Essen auf Rädern“ sowie eine liebe Nachbarin möglich gemacht. Margot Kötting liest täglich das Diepholzer Kreisblatt und gern mal ein gutes Buch. Auch das Fernsehen sorgt für Unterhaltung und Zerstreuung.

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