Aktion „Mehr Brot - weniger Böller“

Hunger und Elend in São Paulo

Kinder in der Favela in São Paulo. Die Twistringer Kolpingfamilie ruft vor dem Jahreswechsel zu Spenden für eine Kindertagesstätte auf.

Bassum - TWISTRINGEN (tw) · Auch zum Jahresende 2010 startet die Twistringer Kolpingfamilie ihre Aktion „Mehr Brot – weniger Böller“. Der Erlös ist diesmal für das Projekt „O Semeador“ (Der Sämann) bestimmt. Es geht dabei um eine Kindertagesstätte in São Paulo in Brasilien.

Walter Beckmann, Vorsitzender der Kolpingfamilie, auf deren Internetseite: „Es werden Kinder aus den Favelas, den Elendsvierteln in São Paulo, betreut. In den Favelas treibt der Hunger bereits kleine Kinder zur Nahrungssuche auf die Müllhalden. In der Folge führt dies massiv zur Ausbreitung von Krankheiten.“

In der Kindertagesstätte erhalten die Kinder dreimal täglich vitaminreiches Essen, medizinische Versorgung und Hausaufgabenhilfe unter sachkundiger pädagogischer Begleitung. Interessierte können mehr darüber erfahren, wenn sie im Internet auch die Seite ,www. der-saemann.de’ anklicken.

Die Kolpingfamilie hofft in diesen Tagen auf viele spendenfreudige Mitmenschen, insbesondere jetzt zum Jahreswechsel, wo wieder viel Geld für das Silvesterfeuerwerk ausgeben wird.

Das Spendenkonto der Kolpingfamilie: 810748301, Volksbank Twistringen, BLZ 280 641 79, Verwendungszweck „Mehr Brot – weniger Böller“. Wer eine Spendenbescheinigung wünscht, sollte dies auf der Einzahlung vermerken. „Mit jeder finanziellen Zuwendung geben Sie den Kindern Zukunft“, appelliert die Kolpingfamilie.

Denn Kinder in Brasilien leben in ständiger Gefahr. „Tötet meine Kinder nicht!“ ist an einer Hauswand zu lesen.

Da geht die große Angst vor den Todesschwadronen in São Paulo um. Kindheit in einer Favela ist ein Teufelskreis. Jungen und Mädchen leben in Hütten aus einfachsten Baumaterialien, ohne öffentliche Kanalisation, oft ohne Zuhause, ohne Schulausbildung. Hinzu kommen Kinderarbeit und Drogenmilieu. Auftragsmorde sind an der Tagesordnung. Hier bildet sich der Nährboden für eine frühzeitige Kriminalisierung.

Seit 1994 existiert das Projekt ,,0 Semeador“ (Der Sämann). Fatima und Wilson Alves gaben damals ihre gesicherte berufliche Stellung auf, um oft unterernährten und traumatisierten Kindern aus den Elendsvierteln ein Zuhause, Liebe, Anerkennung und neue Hoffnung zu geben. Sie starteten ihr Hilfsprojekt mit 20 Kindern. Dank der Hilfe aus Deutschland, unter anderem vom Kindermissionswerk in Aachen, erhalten dort inzwischen etwa 200 Kinder und Jugendliche eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

Es gibt sogar Räume für kreatives Theaterspiel, Musizieren, Malen und Spielen. Die Kinder erlernen handwerkliche Fertigkeiten wie Brot backen, Gemüseanbau und Papierherstellung.

Die Kolpingsfamilie Twistringen, die es seit über 116 Jahren gibt, engagiert sich in diesem Jahr ganz besonders für „O Semeador“. Die sehr aktive Gruppe bildet sich unter anderem durch Vorträge aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik ständig weiter und erweitert ihren Horizont. Themen zu Familie, Gesundheit und Umwelt haben in der Kolpingfamilie hohe Priorität.

WWW.

kolping-twistringen.de

der-saemann.de

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