Handwerkskammer und BBS-Europaschule besiegeln ihre Kooperation

Den Horizont erweitern

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Sie wollen gemeinsam mehr erreichen: (v.r.) Walter Heitmüller (Präsident der Handwerkskammer Hannover), Horst Burghardt (Direktor der BBS-Europaschule Syke) und Jans-Paul Ernsting (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer). ·

Syke - Von Anke Seidel„Unsere Vorfahren sind damals auch auf die Walz gegangen“, blickte Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover, auf eine alte Tradition seiner Zunft zurück, um wenige Minuten später eine neue zu besiegeln: Gemeinsam wollen die Handwerkskammer und die BBS-Europaschule Syke dafür sorgen, dass Jugendliche ihren Horizont erweitern können – über Auslandspraktika.

Zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Jans-Paul Ernsting, und BBS-Direktor Horst Burghardt unterzeichnete Heitmüller die Kooperationsvereinbarung, die BBS-Pressesprecher Thomas Degen als „einzigartige Form der Zusammenarbeit in Niedersachsen“ wertete. Denn über ein „Virtuelles Zentrum Internationale Mobilität in der beruflichen Bildung“ und persönliche Kontakte soll sich die Chance für Auszubildende, sechs Wochen im Ausland neue Erfahrungen zu sammeln, wie über ein Schneeballsystem verbreiten. „Wir bilden junge Leute aus – nicht für die Wirtschaft, sondern mit ihr zusammen“, erklärte Knut Hancker, an der BBS in Sachen Mobilität in Europa längst eine Institution. Mit 25 Partnern in 14 europäischen Ländern hat er ein Netzwerk aufgebaut, von dem bereits hunderte von Auszubildenden profitierten. Sechs Wochen in einem fremden Land, klarkommen in einem anderen Berufsalltag und sich verständigen in einer anderen Sprache: Hancker schilderte, wie das junge Menschen voranbringen könne.

Genau das wollen Handwerkskammer und BBS-Europaschule jetzt fördern, in dem sie gemeinsam sowohl Jugendliche als auch Arbeitgeber für diese Chance sensibilisieren. Als Partner wollen sie Qualitätsmaßnahmen sowie verbindliche Handlungs- und Begleitstrukturen entwickeln. „Wer hat wo den Hut auf – und wer kann wo sein Können einbringen?“, beschrieb der stellvertretende Schulleiter Oliver Pundt die Maßstäbe für die praktische Arbeit. Den Modellcharakter dieser Partnerschaft betonte Dr. Carl-Michael Vogt, Abteilungsleiter für berufliche Bildung bei der Handwerkskammer Hannover – Seite an Seite mit Christoph Niggemeier, der als Mobilitätsberater bei der Handwerkskammer Betriebe informiert und Auszubildende berät.

Walter Heitmüller sprach von „Leuchttürmen“, die gesetzt werden sollen – nicht nur mit personeller Unterstützung, sondern auch mit Geld. Bis zu 2 000 Euro jährlich können aus der Jürgen-Ohlendorf-Stiftung fließen, wenn in der Finanzierung des Sprachunterrichts Lücken klaffen.

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