Marco Langer organisiert mehrmals jährlich Transporte nach Russland

Aus Hilfe wurde ein Zuhause

Langer (r.) im Krankenhaus von Chupa. ·
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Langer (r.) im Krankenhaus von Chupa. ·

Weyhe - Von Philipp KösterFür Marco Langer aus Erichshof ist das russische Örtchen Chupa so etwas wie ein zweites Zuhause geworden. Denn schon mehrmals hat der promovierte Geograf Hilfstransporte für das dortige Krankenhaus organisiert (wir berichteten). Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der armen Menschen begeistern den 35-Jährigen stets aufs Neue. Für den Sommer plant er einen neuen Besuch im zweiten Zuhause in Karelien.

Gemeinsam mit seiner Partnerin Diana Milz und finnischen Studienfreunden bringt er seit 2010 mehrmals im Jahr Rollstühle, Rollatoren, Medikamente, Babyausstattungen und andere medizinische Gerätschaften in das Krankenhaus von Chupa am Polarkreis, das etwa 400 Kilometer von St. Petersburg entfernt liegt.

Dabei musste er zu Beginn allerlei Hindernisse aus dem Weg räumen. Strenge Grenzer und Einfuhrbestimmungen haben Marco Langer und seine Freunde fast verzweifeln lassen. „Die Zöllner sehen gerne viele Dokumente, am besten noch mit einer Unterschrift von Wladimir Putin“, sagt der Weyher und kann heute schon ironisch auf die Anfangsschwierigkeiten zurückblicken.

Ende Februar und Anfang März fuhr Langer mit seinem Chef Professor Jörg-Friedhelm Venzke und 13 Studenten der Uni Bremen auf Exkursion nach Russland. Außer Land und Leuten in der Metropole St. Petersburg und in der Weite Kareliens kennenzulernen, unter anderem den touristisch noch gar nicht erschlossenen Nationalpark Paanajärvi, stand auch wieder ein Hilfstransport an: Alle Teilnehmer hatten etwa 50 Kilo an Krankenhausbedarf dabei. Der Einrichtung ist eine Art Waisenhaus angeschlossen. „Das waren sehr emotionale Momente, einige Studierende mussten angesichts des Elends weinen“, berichtet Marco Langer.

Für sein karitatives Engagement opfert der in Cottbus und Erlangen aufgewachsene und gut Russische sprechende Langer nicht nur seine Jahresurlaube, er investiert auch viel Geld. Darum freut er sich über Sponsoren, die einen bis zu 2 000 Euro kostenden Hilfstransport finanziell unterstützen wollen: Telefon 0421/83 52 988.

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