Rituale oder alles so wie immer? Eine Umfrage bei bekannten Stuhrern / Pastor Robert Vetter: „Keine kirchliche Bedeutung“

Heringssalat und Horoskope zu Silvester

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Ute Sydow verzichtet zum Jahreswechsel nicht auf den Heringssalat. · Archivfoto: ro

Stuhr - Von Sandra BischoffOb „Dinner for one“ schauen, Berliner essen um Mitternacht, Bleigießen – an Silvester gibt es zahlreiche Bräuche, ohne die der Jahreswechsel nicht vorstellbar ist. Das weiß auch Ute Sydow.

„Bei uns gibt es an Silvester immer Heringssalat“, sagt die Vorsitzende des Unternehmerinnenforums Stuhr. Das sei eine Tradition ihrer Mutter. „Warum sie das so macht, weiß ich nicht.“ Zur Begrüßung des neuen Jahres stößt Sydow am liebsten mit Champagner an, „aber ein Glas Sekt tut es auch.“ Ansonsten feiert sie jedes Jahr mit Freunden, die sie gerne reichlich bekocht. An ein Silvester erinnert sie sich besonders gut. „Das war der Wechsel 1978/79. Da waren wir regelrecht eingeschneit.“ Es habe so viel Schnee gelegen, dass sie kaum aus dem Haus gekommen sei. „Es fuhren keine Taxis mehr, und wir hatten bei Freunden gefeiert. Also musste ich mich hinters Steuer setzen. Aber es ist alles gut gegangen.“

Pastor Robert Vetter ist das Silvester 1986/87, das er mit Freunden auf Norderney gefeiert hat, in besonderer Erinnerung geblieben. Nicht etwa wegen der rauschenden Feier. „An diesem Tag ging Radio ffn auf Sendung, der erste private Sender bei uns in der Region. Wir waren alle total gespannt, wie das wohl klingen mag, und hatten den ganzen Abend über das Ohr am Radio.“

„Wir gehören zu

den Silvestermuffeln“

Ansonsten kann der Familienvater Silvester wenig abgewinnen. Das liege aber auch daran, dass es keine kirchliche Bedeutung habe. „Wir gehören zu den Silvestermuffeln“, gibt er zu. Für die Kinder seien Tischfeuerwerke in begrenzter Zahl vorhanden, ansonsten „gibt es bei uns zu Hause nichts Bestimmtes zu essen, und Bleigießen machen wir auch nicht, es ist also ziemlich langweilig bei uns“, sagt er schmunzelnd.

„Ich feiere jedes Jahr ein bisschen unterschiedlich“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann. Ein kleines Glas Sekt zum Anstoßen, ein bisschen knallen, mal bei Freunden, mal auf Reisen. „Was ich allerdings immer mache: Ich lese das Horoskop fürs nächste Jahr. Das gehört für mich dazu“, sagt die CDU-Politikerin.

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