Vorwerk: neue Mitarbeiterinnen und neues Konzept / Der Kulturbereich soll volksnäher realisiert werden

„Haus in seiner Schönheit gestalten“

Das Vorwerk-Quartett: (v.l.) Heinz Brinkmann, Nicole Giese, Claudia Köhler und Ralf Vogeding vor einer Skulptur von Louis Niebuhr.

Syke - (vog) Der Anspruch war groß, der Erfolg ist ausbaufähig. Nach zweijähriger Projektphase steht das Syker Vorwerk, Forum für zeitgenössische Kunst, vor einem Kurswechsel mit neuer Mannschaft. „Größere Volksnähe“ lautet das künftige Motto.

Nach der Verabschiedung der Kuratorin Susanne Hinrichs ruht die Umsetzung des neuen Konzepts weiterhin auf den Schultern der Eigentümerin, der Sparkassenstiftung, in Person von Vorstandssprecher Heinz Brinkmann. Das Tagessgeschäft liegt in den Händen von Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding. Neu im Team und Nachfolgerin von Susanne Hinrichs ist Nicole Giese.

Die 27-Jährige hat ein abgeschlossenes Studium und fungiert als wissenschaftliche Volontärin. Ebenfalls neu ist Claudia Köhler. Die 41-Jährige gelernte Außenhandelskauffrau managt die Büroverwaltung.

„Die Vorstellungen von Frau Hinrichs und der Stiftung gingen auseinander“, erklärte Brinkmann gestern in einem Pressegespräch. Ziel sei ein lebendiges Vorwerk. „Das ist bisher nicht passiert“, so Brinkmann.

Der Vertrag mit Susanne Hinrichs sei von vornherein auf zwei Jahre datiert gewesen, so Vogeding. Immer mit der Maßgabe, zu schauen, ob das Projekt einer überregionalen Kunstausrichtung trage. Eine 30 Stunden-Stelle ohne Bürokraft. „Sonst wäre unser Budget geplatzt“, betont Vogeding offen. Die Folge: Das Vorwerk war personell kaum besetzt und damit für Besucher nur bedingt  zugänglich.

Für die Macher eine grundlegende Erfahrung. Feste Zeiten und feste Ansprechpartnerinnen sollen das heilen. Dafür stehen künftig Claudia Köhler und Nicole Giese. Letztere koordiniert mit Vogeding künftig das Künstlerische. Ein Bereich, der neben der Verwaltung eine andere Ausrichtung erfährt.

„Das Haus soll in seiner Schönheit lebendig sein“, gibt Brinkmann den Kurs bildhaft vor. „Wir wollen den regionalen Bezug stärker als bisher bedienen“, sagt Vogeding und sieht die Ausrichtung zwischen den Polen regionale und zeitgenössische Kultur. Eine schwierige Aufgabe, räumt der künstlerische Leiter ein – denn das Niveau der Präsentationen soll bleiben, aber volksnäher realisiert werden.

Als beispielhaft bezeichnet Brinkmann die aktuelle Ausstellung mit Keramikarbeiten von Professor Fritz Vehring und seinen Schülern.

Eine niveauvolle Präsentation mit regionalem Bezug durch den Syker Künstler Vehring.

Das künftige Programm reicht von Ausstellungen über Konzerte bis hin zu  Lesungen.

Zum veränderten Vorwerk-Konzept gehört auch der Park, der zurzeit ein anderes Gesicht erfährt mit neuen Gehwegen wie zu Kaisers Zeiten.

Im Rahmen des niedersächsischen Gartenmusikfestivals ist der Vorwerk-Park am 23. August von 14 bis 16 Uhr Forum eines Konzerts. Am 13. September steigt ein Fest für die Familie am Tag des Denkmals.

Das Vorwerk ist ein  Denkmal.

Für Syke sogar ein besonderes, gehört es doch in die Kategorie Schlösser: ein oberschichtliches Baudenkmal mit Gebäude und alten  Bäumen.

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