Elternvertreter und Anlieger äußern heftige Bedenken gegen Feuerwehrneubau am Busbahnhof

Harsche Kritik am Standort ZOB

Sechs Varianten existieren mittlerweile zum Feuerwehrneubau am ZOB. Der aktuelle Favorit, über den morgen auch im Rat abgestimmt wird, ist die Variante Nummer Vier: Bei ihr würde der gesamte südliche Teil des ZOB für die Feuerwehr bebaut. Die wegfallenden Haltestellen würden an der jetzigen ZOB-Zufahrt neu entstehen. Der ZOB hätte dann also die Form eines L. Der nördliche Teil des Gerätehaus-Vorplatzes wäre öffentlicher Parkplatz, der südliche – baulich getrennt – Parkplatz für die Pkw der Feuerwehrleute. Die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge erfolgt bei diesem Modell weiter südlich separat. Von der Steinwiese würde nur ein 20 x 70 Meter großer Streifen als Übungsgelände benötigt werden.Grafik: Stadt Syke

SYKE (mwa) · Selbst wenn der Syker Rat morgen Abend auf seiner Sondersitzung (Beginn: 19 Uhr) den Weg für den Neubau der Feuerwehr beim ZOB bereitet: Beendet wäre die Diskussion um die Standortfrage noch lange nicht. So viel wurde am Montag bei  einer Gesprächsrunde zu diesem Thema im alten Feuerwehrbau deutlich.

Welche Brisanz das Thema selbst ein knappes Jahr nach dem Brand noch hat, wurde allein durch das Zustandekommen der Gesprächsrunde deutlich: Ursprünglich hatte das Feuerwehrkommando lediglich die unmittelbaren ZOB-Anlieger zu sich eingeladen. Nach dem Motto „vielleicht sind wir ja bald Nachbarn“ habe man sich einfach mal vorstellen wollen, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Lutz Budelmann. Doch dann hätten auch die Elternvertreter von Grundschule und Gymnasium Gesprächsbedarf angemeldet, und schließlich musste die Feuerwehr auch noch Vertreter von Stadtverwaltung und Ratsfraktionen um Teilnahme bitten. Am Ende hatte die Runde das Ausmaß einer förmlichen Anliegerversammlung.

Und wie bei solchen Versammlungen üblich, kochten auch hier die Emotionen schnell hoch:

Da konnte Bauamtsleiter Peter Pesch noch nicht einmal die aktuelle  – mittlerweile sechste  – Variante der angedachten Bebauung vorstellen, ohne wiederholt scharf von kritischen Nachfragen zu Details unterbrochen zu werden, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht feststehen.

Da konnten Feuerwehr und Politik noch so sehr das Bemühen um einen Kompromiss in der Standortfrage beschwören – die Kritik am Standort ZOB wollte nicht verstummen. Hauptargument: Die Verkehrssituation zu den Stoßzeiten morgens und mittags. Dann stauen sich auf der Schlossweide in beiden Richtungen die Schulbusse und die Pkw von Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, beziehungsweise von dort abholen. „Wenn es zu diesen Zeiten brennt, möchte ich mal sehen, wir ihr zu euren Fahrzeugen kommen wollt“, brachte einer der Anlieger das auf den Punkt.

Speziell die Elternvertreter warfen das Risiko ins Feld, dem sich täglich 3000 Schüler aussetzen müssten, wenn an dieser Stelle der Feuerwehrneubau entstünde. Wobei der Alarmfall noch nicht einmal die Hauptrolle spielte. Die Argumentation belief sich mehr in Richtung An- und Abfahrsituation der Schulbusse bei einer baulichen Veränderung des ZOB sowie auf die veränderten Wege für Radfahrer und Fußgänger.

Unisono versicherten die Vertreter von Rat, Verwaltung und Feuerwehr, gemeinsam daran zu arbeiten, dass am Ende eine Lösung stehe, mit der auch die Elternvertreter zufrieden wären. Speziell Günter Brockhoff (SPD) appellierte an Elternvertreter und Anwohner: „Klinken Sie sich doch bitte konstruktiv mit ein!“

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