Konrektorin Margret Strenger hat heute in der Grundschule Kirchweyhe ihren letzten Arbeitstag

Harmonie beflügelt den Arbeitseifer

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Monika Friedrichs, Rektorin der Grundschule Kirchweyhe (r.) verabschiedet im Rahmen einer Feierstunde im Lehrerzimmer die Konrektorin Margret Strenger (l.). ·

Weyhe - KIRCHWEYHE · Zwar hat Konrektorin Margret Strenger erst heute ihren letzten Arbeitstag in der Grundschule Kirchweyhe, doch bereits gestern haben Rektorin Monika Friedrichs, die Lehrerschaft, Schüler sowie die Gemeindeverwaltung die 65-Jährige im Rahmen einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.

Die Schule werde ihr sehr fehlen, sagt die scheidende Lehrerin, die in diesem Schuljahr als Klassenlehrerin die 4 b unterrichtet hat. Die Schüler bekommen eine junge Lehrerin als Nachfolgerin, die in Kirchweyhe nach dem Referendariat ihre erste Stelle antritt, kündigt Strenger an. Ihr Amt als Konrektorin übernimmt vorerst kommissarisch die Lehrerin Hella Bramstedt.

Margret Strenger ist sicher, dass beide Lehrerinnen ihre Aufgaben meistern werden. Denn es herrsche an der Grundschule „ein gutes Klima“. Harmonie sei wichtig, damit Lehrer und Schüler gleichermaßen produktiv sein können, lautet Strengers Devise, nach der sie stets gehandelt habe. Doch man müsse stets daran arbeiten.

Margret Strenger, 1946 in Bremen geboren, ist in der Hansestadt aufgewachsen, legte dort auch ihr Abitur ab und studierte in den 60er Jahren in Trimestern an der Pädagogischen Hochschule (Grenzstraße) Lehramt für Grund-, Haupt- und Realschule. Da sie Französisch als Wahlfach hatte, es in Bremen aber nicht im Referendariat unterrichten konnte, suchte sie sich eine andere Schule. So kam sie in ihrer Referendariatszeit an die Grundschule Bassum – im Alter von 21 Jahren. Sie unterrichtete dort bis 1980 und gönnte sich eine Auszeit als ihr dritter Sohn geboren wurde.

Nach der Kinderpause nahm die Bremerin vor 25 Jahren den Schuldienst wieder auf – diesmal in Kirchweyhe. „Als im Schuljahr 1999/2000 die damalige Konrektorin ausschied, übernahm ich deren Job zunächst kommissarisch, dann habe ich mich auf die Stelle offiziell beworben und bekam sie auch.“ Da sie auf „nette Vertretungskräfte“ zurückgreifen kann, habe sie oft Krankheitsmeldungen privat entgegengenommen und schon vor dem Weg nach Kirchweyhe für einen reibungslosen Tagesablauf gesorgt. Sie habe außerdem Feiern zum Jahreszeitenwechsel eingeführt. Sie hofft, dass diese unter Schülern beliebte Tradition weitergeführt wird. Im Vergleich zu früher handeln heute Kinder individueller. Darauf müssen sich Lehrer heute einstellen. Doch das sei für gute Pädagogen kein Problem. · sie

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