Was die Gemeinde im Jahr 2010 in der Gebäudewirtschaft an „Geld in die Hand genommen“ hat

„Hätten Bahnhof heute nicht gekauft“

Der Bahnhof ist in Kürze fertig umgebaut.

Weyhe - WEYHE (pk) · Der junge Frank Lemmermann hat seine Großmutter früher immer verständnislos angeschaut, als sie sagte: „Die Zeit rast.“ Der Weyher Bürgermeister weiß heute, wenn er an das viel zu schnell vergangene Jahr 2010 denkt: „Sie hatte Recht.“

Im Rathaus sei viel mehr los gewesen als in den Jahren zuvor. Und auch draußen im Lande habe sich einige getan: Der Verwaltungs-chef hebt die Fertigstellung der kommunalen Entlastungsstraße in Dreye und den Kauf des Wieltsees hervor. Außerdem „haben wir den Bahnhof weiter vorangebracht. Der wird richtig schmuck“. Doch Lemmermann gibt vor dem Hintergrund von Kritik am Kauf des Gebäudes 2007 zu: „Aus heutiger Kenntnis der finanziellen Entwicklung hätten wir den Bahnhof nicht gekauft. Ich hätte es dem Rat zumindest nicht empfohlen.“

Doch nun müsse man auch „B“ sagen und neben dem Gebäude auch das sogenannte Umfeld fertigstellen, also den Vorplatz und in den Jahren 2012 und 2013 das Streckenareal. Denn auch dafür müsse die Gemeinde „Geld in die Hand nehmen“, wie es der Bürgermeister gern zu formulieren pflegt: Der westliche Teil des Tunnels gehört nämlich der Kommune.

Am Ende wird sich nach Lemmermanns Überzeugung ein schöner und barrierefreier Bahnhof präsentieren, mit ungehindertem Zugang beziehungsweise Zufahrt für Gehbehinderte, mit Fahrstühlen an einem denkmalgeschützten Haus.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Sanierung auf 2,665 Millionen Euro, berichtet Erika Janke vom Fachbereich Gebäudewirtschaft. Bis auf Restarbeiten, die witterungsbedingt stocken, sei der Bahnhof fertig. In der kommenden Woche wird die Halle zugänglich sein.

Insgesamt hat der Fachbereich Erika Janke zufolge im laufenden Jahr 3,48 Millionen Euro investiert. Nicht beendete Arbeiten aus dem Vorjahr wurden beendet. Für Instandhaltungen hat die Gemeinde 680 000 Euro ausgegeben.

Im Folgenden eine Übersicht über die einzelnen Arbeiten und ihre Kosten:

· Fassade und Dach des Kindergartens Jahnstraße energetisch verbessert, Austausch von Fenstern und Türen, Brandschutz – 221 000 Euro.

· Brandschutz und Zaun am Krippenanbau in Sudweyhe – 10 000 Euro.

· Sanitärbereich und Außenanlage Krippe Dreye – 12 500 Euro.

· Anbau Krippe Kita „Auf dem Geestfelde“, Brandschutz und Außenbereich – 330 000 Euro.

· Fortsetzung Sanierung Grundschule Sudweyhe; Brandschutz (Außentreppen), Sonnenschutz – 144 000 Euro.

· Brandschutz, Lautsprecheranlage, Sonnenschutz und Sanierung der Kellertreppe in der Grundschule Lahausen – 70 000 Euro.

· Energetische Modernisierungen in der Grundschule Sudweyhe und Sanierung der Duschen – 490 000 Euro.

· Sanierung der KGS Leeste – 360 000 Euro.

· Erste Arbeiten für den Neubau einer Schulsportanlage an der KGS Kirchweyhe (Gesamtkosten: 750 000 Euro).

· Duschräume und Brandschutz in der Mehrzweckhalle – 150 700 Euro.

Daneben hat die Gemeinde Arbeiten erledigt, die sie zum Teil über Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II finanziert hat: Dazu zählten unter anderem die energetischen Sanierungen in den Pausenhallen der Grundschulen Lahausen und Sudweyhe, ferner die Sanierung der WCs in Leeste und Erichshof.

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