Restaurierungsarbeiten in der Bassumer Stiftskirche stehen vor dem nächstem großen Abschnitt

„Haben schon viel geschafft“

Kirchenvorstandsvorsitzende Anne Stubbe und Pastor Herbert Köhler stehen vor dem Hochgrab von Äbtissin Anna von Hoya, die dem Stift Bassum von 1549 bis 1585 vorstand. Der Sarkophag wird später ins südliche Querschiff „umgebettet“.

Bassum - BASSUM (bbk) · „Wir arbeiten uns so langsam in Richtung Westen vor. Den Osten mit dem Altarraum und den Süden mit dem südlichen Querschiff können wir als annähernd abgeschlossen ansehen.“ Anne Stubbe, Vorsitzende des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde Bassum, ist mit dem Stand der Restaurierungsarbeiten der Stiftskirche zufrieden.

Sämtliche Arbeiten stehen unter der Federführung des Restaurators Dietrich Wellmer aus Groß Thondorf. Der nächste Bauabschnitt steht in Kürze an – das nördliche Querschiff.

„Auch die Überdachung der Apsis und der Sakristei ist inzwischen erneuert worden“, ergänzt Pastor Herbert Köhler die Ausführungen von Anne Stubbe. Der Fußboden im Altarraum konnte noch nicht erneuert werden, da die notwendigen Mittel von rund 140  000 Euro noch nicht zur Verfügung stehen.

Die Restarbeiten im südlichen Querschiff, eine Bodenbordüre und die Tür zum ehemaligen Turmaufgang sind für Anfang dieses Jahres vorgesehen. Die Kosten für den Teilabschnitt südliches Querschiff belaufen sich dann auf insgesamt 155 000 Euro.

„Mittel zur Überarbeitung der Fensterlaibungen stehen ebenfalls noch nicht zur Verfügung und müssen deswegen zunächst zurückgestellt werden“, so Stubbe, die gerne noch neue Leuchtkörper im Altarraum, in den Querschiffen und auch in der Querung hätte. Denn die zur Zeit senkrecht herabhängenden Leuchtstoffröhren seien der großartigen Stiftskirche nicht würdig. Die Arbeiten im nördlichen Querschiff sind für die zweite Jahreshälfte vorgesehen und werden dann mindestens zwei Monate in Anspruch nehmen. Danach soll die „Umbettung“ des Sarkophags von Anna von Hoya, der zweiten evangelischen Äbtissin des Stiftes zu Bassum folgen, die in Bassum von 1549 bis zu ihrem Tode im Jahre 1585 residierte. „Damit wird das Hochgrab etwas mehr im Blickpunkt stehen, ebenso wie die Grabplatte ihrer Schwester Margarethe von Hoya, der ersten Bassumer Äbtissin“, so Pastor Köhler.

Die Seitenschiffe sollen schlicht gehalten werden und die Farbintensität gen Westen abnehmen. Wenn auch diese Arbeiten einmal abgeschlossen sein werden, dann wolle man die Erneuerung und Anhebung der Orgel in Angriff nehmen, ein Projekt, dessen Kosten auf rund 300 000 Euro geschätzt werden. „Es ist schon viel geschafft worden, es steht aber noch eine ganze Menge an“, so die Verantwortlichen, die vorsichtig optimistisch sind, ihr Ziel, den Gesamtkomplex Stiftskirche in einer absehbaren Zeit auf Hochglanz zu bringen, zu erreichen.

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