Christuskirche trennt sich von Pfarrhaus und Gemeindesaal in der Neustadt / Gutachten schätzt Wert auf 295 000 Euro

„Haben keine Alternative zum Verkauf“

Die Gebäude stehen leer: Die Christuskirchengemeinde will das Pfarrhaus und den Gemeindesaal verkaufen.

Syke - SYKE (neu) · Die Christuskirchengemeinde macht Nägel mit Köpfen: Wie gestern bekannt wurde, hat sie einen Makler mit dem Verkauf von Gemeindesaal und Pfarrhaus in der Neustadt beauftragt.

Seit die letzten Bewohner, das Pastorenehepaar Katja und Arnim Hermsmeyer, vor vier Wochen nach Heiligenfelde gezogen sind, steht das Pfarrhaus leer. Der Gemeindesaal wird sogar schon seit einem Jahr nicht mehr genutzt, nachdem die Konfirmanden, der Kinderspielkreis und eine Aussiedlergruppe, die sich dort traf, in das Gemeindehaus bei der Kirche gezogen sind. Der Vorsitzende des Kirchenvorstands Knut Laemmerhirt stellt nüchtern fest: „Wir haben für beide Gebäude keine Verwendung mehr.“

Es sei dennoch auch ein bisschen Wehmut mit dabei gewesen, als der Verkauf beschlossen wurde. Viele Kinder haben im Gemeindesaal in der Neustadt gespielt. Viele Syker denken noch an den Konfirmandenunterricht zurück. „Für die, die den Saal lange genutzt haben, ist es traurig.“

Laut eines Gutachtens sind der Gemeindesaal und das Pfarrhaus 295 000 Euro wert. Der Gemeindesaal ist aus den 1960er Jahren. Das Pfarrhaus wurde erst vor vier Jahren renoviert. „Ob beide Gebäude zusammen verkauft werden, ist mir egal. Erstmal bilden sie jedoch eine Einheit“, erklärt der Vorsitzende.

So wurden die Immobilien auch bei Makler Zelle gemeldet. „In der nächsten Woche bekomme ich den Schlüssel, dann gucke ich mir alles genau an“, beschreibt Hartwig Seevers, der bei Zelle für den Verkauf zuständig ist. Er könnte sich vorstellen, an eine Familie mit Kindern zu verkaufen. „Wir haben sicher einige Interessenten in unserer Kartei. Aber ich muss mir erst einen Überblick verschaffen.“

Laemmerhirt ist optimistisch, dass es bald mit dem Verkauf klappt. Die Gebäude lägen in einer sehr interessanten Lage – „dicht beim Schulzentrum, im gutbürgerlichen Wohngebiet und unweit der Stadt“.

Weniger gut sieht es bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für die Pfarrstelle II aus. „Geeignet? Es ist allgemein schwer, einen Nachfolger zu finden. Viele Planstellen in der Landeskirche sind gerade unbesetzt“, weiß Laemmerhirt.

Der Erlös aus dem Verkauf soll zur Seite gelegt werden, um für den neuen Pastor das Pfarrhaus zu ersetzen. Zwar gäbe es immer Löcher zu stopfen, so könnte zum Beispiel die Kirche mal einen neuen Innenanstrich gebrauchen, so der Kirchenvorstandsvorsitzende. „Aber das Geld ist zweckgebunden.“

Kurz sei auch über einen Abriss nachgedacht worden. „Zum Verkauf gab es im Endeffekt aber keine Alternative“, sagt Laemmerhirt.

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