75 Pfadfinder spielen, beten, laufen, schuften – und haben ganz viel Hunger

„Haare vom Kopf gefressen“

75 christliche Pfadfinder vom „Gau Weserland“ nehmen am Treffen teil. ·
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75 christliche Pfadfinder vom „Gau Weserland“ nehmen am Treffen teil. ·

Stuhr - FAHRENHORST · Ziemlich müde sahen die Jungen und Mädchen beim Frühstück am Pfingstsonntag aus: Nach einem achtstündigen Geländespiel am Vorabend kehrten sie erst gegen Mitternacht ins Zeltlager zurück. Wirkliche Bettruhe herrschte allerdings erst weit später. 75 jugendliche Mitglieder der „Christlichen Pfadfinderschaft Gau Weserland“ hatten sich zu einem Pfingstzeltlager im Wald nahe Fahrenhorst eingefunden, um gemeinsame Traditionen zu pflegen.

Geschlafen wurde in sogenannten Kothen. Das sind einfache Zelte aus vier Stoffbahnen und wenigen Seilen, die mit ein paar Holzstangen als Masten überall schnell aufgebaut werden können. So wie diese Kothen aus verschiedenen Elementen bestehen, sieht sich die Christliche Pfadfinderschaft verschiedenen Traditionen verpflichtet. Dabei genießt die Pflege der Gemeinschaft einen hohen Stellenwert.

Fünf Gruppen aus Stuhr, Twistringen, Martfeld, Bruchhausen-Vilsen und Hoya beteiligten sich an diesem Zeltlager. Es gilt als eine Art Vorbereitung für das Bundeslager ist, das im Sommer in der Eifel unter dem Motto „Römer und Germanen“ über die Bühne geht und zu dem etwa 1 500 Jugendliche erwartet werden, sagte Adrian Rose, Lagerleiter und Pressereferent der Pfadfindergruppe in Brinkum. Schon der zehn Kilometer lange Anmarsch zu Fuß am Freitag sei nicht ganz unbeschwerlich gewesen.

Ganz groß geschrieben wird bei der Organisation die frühe Übernahme von Verantwortung in den Gruppen, die bewusst extra klein gehalten würden. Auf einen Helfer kommen maximal sechs oder sieben Teilnehmer, so Rose weiter. Tage habe man gebraucht, um das Lager vorzubereiten. Es mussten Wasserleitungen gelegt, der Platz geebnet werden, ein Fahnenmast aufgestellt und nicht zuletzt die Zelte aufgebaut werden. Adrian Rose: „Wir haben drei Tage lang geschuftet“.

Thorben Hillmann war für die Verpflegung verantwortlich. So hatte unter anderem 95 Kilo Brot, 25 Kilo Grillfleisch, 16 Kilo Nudeln und 25 Kilo Zwiebeln eingekauft. „Als abzusehen war, dass das wohl nicht reichen werde – die Bande hat mir die Haare vom Kopf gefressen – bin ich am Sonnabend noch zweimal zum Einkaufen gefahren“, erläuterte Hillmann.

Am Sonntag ging es dann etwas ruhiger zu. Nach dem Wecken und dem Endlauf des Geländespiels wurde um gefrühstückt. Es folgte ein Gottesdienst, nachmittags gab es noch einen „Postenlauf“ im Gelände, und am Abend konnten sich Lana (11), Lea Sophie (12), Nikolai (12), Alex (11), Lukas (10) und Carolin (11) im Rahmen eines bunten Abends über die offizielle Aufnahme in die Pfadfindergemeinschaft freuen. Das Schönste bei den Zeltlagern der Pfadfinder seien immer die Lagerfeuer, sagte Lana. · bos

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