Fachbereichsleiterin: Keine Gefahr für Standort / Ganztags-Betreuung ab 2014

Grundschule Martfeld bis 2018 gesichert

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Räumen mit Gerüchten auf (von links nach rechts): Samtgemeindebürgermeister Horst Wiesch, Fachbereichsleiterin Cattrin Siemers, Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate, Schulleiterin Christine Grimpe und Politiker Wolfgang Griese.

Martfeld - Die Gerüchteküche in Martfeld brodelt: Da wird gerätselt, ob die Zukunft der Grundschule gesichert ist – und wenn ja, in welcher Form.

Um die Fragen und Ängste der Eltern auszuräumen, bat Cattrin Siemers, Leiterin des Fachbereichs Bildung in der Samtgemeinde, gestern zu einem Pressegespräch. Als erstes stellte sie klar: „Mindestens bis 2018 gibt es keine Gefahr für die Schule.“

Siemers nannte Zahlen: In diesem Sommer empfängt die Martfelder Einrichtung voraussichtlich 19 neue Erstklässler. 2014 dürften es nach aktueller Schätzung 28 sein. Dann sinken die Zahlen auf 14 beziehungsweise 10 Einschulungen in den Jahren 2015 und 2016. Ein bedenklicher Trend, der sich jedoch nicht fortzusetzen scheint: 2017 rechnet die Samtgemeinde mit 17 ABC-Schützen, 2018 mit 21. Um eine Einschätzung für die folgenden Jahre vornehmen zu können, muss die Verwaltung auf die neuen Geburtenzahlen warten.

In der Grundschule in Schwarme liegen die Zahlen bis zum Jahr 2018 jeweils zwischen 16 und 22 Kindern, die dann die erste Klasse besuchen. Eine Zusammenlegung der beiden Schulen ist für Siemers nicht denkbar: „Es gibt zusammen immer so viele Schüler, dass eine Klasse nicht reichen würde.“ „Außerdem hätten wir an keinem Standort genug Räume“, ergänzt Schulleiterin Christine Grimpe.

Auch der Schulausschuss-Vorsitzende Dr. Dr. Wolfgang Griese kann keinen Grund für eine Standort-Diskussion erkennen: „Wenn es irgendwie möglich ist, sollen alle Grundschulen erhalten bleiben.“ Laut Samtgemeindebürgermeister Horst Wiesch schreibt Niedersachsen nicht vor, wie viele Schüler eine Schule haben muss. Das sei eine Entscheidung des Schulträgers.

In Martfeld läuft also erst mal alles weiter wie bisher. Das gilt auch fürs Thema Ganztagsschule. Grimpe nennt sich selbst eine „Verfechterin“ dieses Angebots und möchte es so schnell wie möglich einrichten. So schnell wie möglich – das heißt ab Sommer 2014. Bis dahin übernimmt der benachbarte Kindergarten weiterhin auf Wunsch die Betreuung der Mädchen und Jungen nach Schulschluss bis 15 Uhr. Allerdings gibt es eine räumliche Änderung: Ab Mitte 2013 nutzt der Kindergarten dafür einen Klassenraum der Schule. Zurzeit lassen sich 22 der rund 100 Erst- bis Viertklässler am Nachmittag betreuen.

Wie genau das Ganztags-Angebot der Schule ab 2014 aussehen soll, wollen Gemeinde und politische Gremien ab diesem Sommer beraten. Dabei gibt es noch einige Unklarheiten, auch hinsichtlich der Räumlichkeiten. Fraglich ist etwa die Unterbringung einiger Kinder aus dem Kindergarten ab 2015. Dann läuft der Mietvertrag für die Räume am Seniorenheim aus.

Grimpe ist seit anderthalb Jahren nicht nur Schulleiterin in Schwarme, sondern übernimmt diese Aufgabe kommissarisch auch in Martfeld. Es gebe einige Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Schulen, sei aber schwierig, die Organisation unter einen Hut zu bekommen. Deshalb möchte die 63-Jährige die organisatorische Zusammenlegung der Schulen zum Beispiel mit gemeinsamen Konferenzen vorantreiben. Wiesch geht davon aus, dass eine einheitliche Schulleitung für beide Standorte auch in Zukunft erhalten bleibt.

Noch ein Thema kommt auf die Grundschule zu: die Inklusion. Ab 2018 müssen alle niedersächsischen Schulen inklusiv sein. In Martfeld bedeutet das einige Umbaumaßnahmen, um die Barrierefreiheit sicherzustellen. „Noch wissen wir relativ wenig über die Inklusion“, sagt Griese und verweist auch auf die neue Landesregierung. „Aber Schule wird sich verändern.“ · mah

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