Unternehmer Dirk Bansemir nimmt die größte private Photovoltaikanlage in der Gemeinde Stuhr in Betrieb

Grüner Strom für zehn Haushalte

Wenn denn noch die Sonne scheinen würde: Dirk Bansemir hat auf seinem Firmendach in Groß Mackenstedt die größte private Photovoltaikanlage in Stuhr errichten lassen.

Stuhr - GR. MACKENSTEDT (pe) · Fehlt nur noch die Sonne: Gestern hat der Unternehmer Dirk Bansemir in Groß Mackenstedt die nach seinen Angaben größte private Photovoltaikanlage in der Gemeinde Stuhr eingeweiht. Sie steht auf dem Dach des Großhandelsunternehmens für Elekrowerkzeuge und Handwerksbedarf in Groß Mackenstedt.

Bansemir präsentierte beeindruckende Zahlen rund um das neue Kraftwerk: Es besteht aus 426 Modulen, die sich auf eine Fläche von 650 Quadratmetern verteilen. Sie könnten mit einer Leistung von knapp 94 KWpik rechnerisch zehn Durchschnittshaushalte mit Strom versorgen. 360 000 Euro hat der Mackenstedter Unternehmer für die grüne Strom-Erzeugung investiert.

Seine „Ernte“ verkauft Bansemir für 43,5 Cent pro Kilowattstunde an den Energieversorger Eon Avacon, mit dem er einen Vertrag über 20 Jahre abgeschlossen hat. „Ich kann mir vorstellen – wenn wir die erwarteten Erträge erzielen – , mich nach weiteren geeigneten Dachflächen umzuschauen, sie zu pachten und Photovoltaikanlagen darauf zu installieren“, erzählt Bansemir.

Den Anstoß, in regenerative Energie zu investieren, hat er durch geschäftliche Kontakte nach Schleswig-Holstein bekommen, berichtete der Großhändler. Im hohen Norden seien umweltschonende Kraftwerke, die Wind, Wasser und vor allem die Sonne nutzen, viel verbreiteter als in Niedersachsen, hat er festgestellt. „Ich habe mal nachgefragt, ob unser Dach überhaupt in Frage kommt“, sagt Bansemir. Fachleute gaben grünes Licht für die Installation von Solarstromanlagen auf dem Gebäudekomplex im Mackenstedter Gewerbegebiet.

Geliefert und montiert hat die Module ein Fachbetrieb aus Schleswig-Holstein – trotz Schnee und Eis innerhalb von nur neun Tagen.

Blieb die Frage der Finanzierung. Nach Gesprächen mit der Hausbank stand einem Bau nichts mehr im Wege. Durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung gehe mit der Photovoltaiktechnik ein überschaubares Risiko einher, so die Aussage der Banker.

Dirk Bansemir appelliert an andere Unternehmer, zu prüfen, ob ihre Firmengebäude nicht zur Produktion von Solarstrom geeignet sind. „Ich kann das nur empfehlen.“ Auch Lothar Wimmelmeier, Wirtschaftsförderer in Stuhr, lobte die Investition.

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