13. Jazzfest Stuhr: Werbung für die Kulturarbeit / Facettenreiches Programm

Großes Spektakel mit professionellen Klängen

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Jens Schöwing, Christian Frank, Marc Prietzel und Lutz Büchner (v.l.) bedankten sich für ein aufmerksames Publikum.

Stuhr - Von Rainer Jysch - „Eine Reise durch die Stilistik des modernen Jazz“ versprachen Veranstalter und künstlerischer Leiter Jens Schöwing in ihrer Ankündigung zum 13. Jazzfest im Rathaus der Gemeinde Stuhr. Von Donnerstag bis Sonntag lieferten Gemeinde und Kreismusikschule Diepholz in der Tat ganz unterschiedliche Beiträge zum Thema Jazz ab.

„Ich achte bei der Planung immer darauf, dass die einzelnen Gruppen zusammen passen, aber musikalisch nicht in Konkurrenz treten“, sagte Schöwing. Das zahlreich erschienene Publikum konnte sich an den vier Veranstaltungstagen vom professionell vorgetragenen Swing, Bebop, groovenden Westcoast Jazz sowie von anderen Formen dieser Musikrichtung überzeugen. Den Start machte am Donnerstag das Jazzforum der Kreismusikschule. Schüler und Musikgruppen der Schule präsentierten gekonnt ihre Unterrichtsergebnisse. Mit dabei: das Percussionensemble und Mitglieder der Jazz AG der KGS Brinkum.

Jörg Seidel, Friedemann Bartels und Joe Dinkelbach (v.l.).

Den Freitagabend gestaltete zunächst das „Henning Wolter Trio“ mit ihrem Album „Le Grand Spectacle“. Henning Wolter (Klavier), Lucien Matheeuwsen (Kontrabass) und Marcel van Cleef am Schlagzeug verbanden dabei unterhaltsam und witzig akustische Eindrücke des großen französischen Radrenn­Ereignisses „Tour de France“ mit eigenen Jazzkompositionen. Daraus entstand ein originelles Klangerlebnis, das fast den Eindruck eines Hörspiels vermittelte.

Im zweiten Teil des Abends bestimmten Jazzgitarre, Saxophon und Rhodes-Piano das akustische Bild. Die fünf Musiker der „Ansgar Specht Group“ um den Bielefelder Gitarristen präsentierten ihren stilistisch eigenen Sound, virtuose Improvisationen und eingängige Themen. Insgesamt lieferte das vielbeschäftigte Quintett zur Freude des Publikums einen dynamischen Rhythmus ab.

Mit virtuosen Musikern konnte auch der Sonnabend aufwarten: krachend brachte der aus Berne angereiste Joe Dinkelbach mit seiner Hammondorgel das Rathaus zum Beben. Der viel beachtete und mehrfach ausgezeichnete Jazzpianist ergänzte an diesem Abend die „Jörg Seidel Organics“. Auch Jörg Seidel (Gitarre / Gesang) aus Bremerhaven und der Bremer Friedemann Bartels (Drums) glänzten als Instrumentalisten mit ihrem Vortrag und begeisterten die Zuhörer, die nicht mit Szenenapplaus geizten.

Anschließend betraten Lutz Büchner und das Jens Schöwing Trio für ihren Teil der Jamsession die Bühne. Büchner, Saxophonist / Klarinettist und seit 1994 festes Mitglied der NDR Bigband, erhob an diesem Abend das Trio um Jens Schöwing (Klavier), Christian Frank (Kontrabass) und Marc Prietzel (Drums) zum Quartett. Im Vordergrund der Präsentation standen Stücke von Büchners letzter CD und die bekannten Bacharrangements von Schöwing.

Die Formation verstand es, die Jazzfreaks im Saal mitzureißen und anspruchsvoll zu unterhalten. Als Zugabe ließen die Künstler Schöwings Interpretation des Songs „In My Life“ aus der Feder von Lennon/McCartney erklingen.

Den traditionellen Abschluss des Stuhrer Jazzfestes bildeten am Sonntagvormittag die Big-Bands der Kreismusikschule. Harmonic Groove und Mo'Jazz & Horns zündeten ein musikalisches Feuerwerk und brachten ihr Können zu Gehör. Ein harmonischer Abschluss für die wieder einmal gelungene Veranstaltung.

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