Andrang beim astronomischen Public Viewing auf dem Hohen Berg / Etwa 20 Teleskope

Großer Jupiter zum Greifen nah

Ein Sternengucker auf dem Hohen Berg.

Syke - SYKE (bt) · Ideale Bedingungen hatten sich Helmut Prekel und seine „Sternenfreunde“ für die astronomische Nacht auf dem Hohen Berg ausgesucht. Fast wolkenloser Himmel, kein Wind und nur wenig störendes Fremdlicht sorgten dafür, dass die Besucher am Sonnabend in Scharen zum Hohen Berg pilgerten, um bei einem Blick durch eines der etwa 20 Teleskope einen Blick auf Jupiter und Co. zu werfen.

Tatsächlich erschien der Riesenplanet bei hereinbrechender Dunkelheit über dem östlichen Horizont so, als wüsste er, dass sich  an die 200 Augenpaare auf ihn richteten. Zunächst zeigte er sich in rötlichem, später in hellerem Licht. Sofort richteten sich auch viele Teleskope auf ihn. Wer genau hinsah, konnte sogar zwei der vier größten Jupitermonde erkennen.

Zuvor schon hatte ein Blick auf den Mond viele Besucher begeistert, denn am Rand des noch nicht vollen Erdtrabanten warfen hohe Mondberge scharf gezackte Schatten auf die Mondoberfläche. „Ganz gut, dass wir hier oben auf dem Berg dem Mond um gut 60 Meter näher sind, wo sich dessen Umfang doch reduziert haben soll“, stellte ein Besucher fest. Das Publikum, darunter auch Bürgermeister Dr. Harald Behrens und die Tourismusbeauftragten Kathrin Wilken und Ilsemarie Hische, waren von der Veranstaltung begeistert. Vor jedem Teleskop bildeten sich lange Schlangen von Besuchern, die aufmerksam den Ausführungen der Hobby-Astronomen folgten und einen vergrößerten Blick in den Sternenhimmel werfen wollten, wo neben dem Jupiter auch die Wega, die Andromeda-Galaxie, ein Ringnebel in Bereich der Leier und Sterne der Milchstraße eine eindrucksvolle Vorstellung gaben. Ein besonders interessierter Gast war Stefan Bielefeld, der sich ein Teleskop gekauft hatte und sich jetzt von den Astronomen in die Behandlung dieses Gerätes einweisen ließ. Die Astronomen wiederum waren überrascht von einem „Sky-Scout“, den Christa Gathmann mitgebracht hatte. Sobald sie die Positon des Hohen Berges eingegeben hatte, konnte sie damit Sterne anpeilen und erfuhr aus dem Gerät nicht nur den Namen des Sterns, sondern auch weitere populärwissenschaftliche Hinweise.

„Dieser unerwartete Bescherandrang beweist, wie viele Menschen sich für dieses Hobby interessieren“, erklärte ein Astronom aus Wilhelmshaven. Helmut Prekel war von dem Standort begeistert und warf einen erwartungsgsvollen Blick auf das Podest, das einst eine Radarkuppel krönte: „Dort könnte ich mir gut wieder eine Kuppel von einem kleinen Observatorium vorstellen“, regte er an. Der Bürgermeister vernahm den Wunsch und schien interessiert, zumal Prekel ihm versicherte, dass es in seinen Kreisen genügend Leute gäbe, die diese Einrichtung gerne betreuen würden.

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