Wehrblecker Silvesterclub beging in der Silvesternacht 50-jähriges Bestehen

Ein „goldener“ Jahreswechsel

Die Mitglieder des Silvesterclubs beim Jubiläums-Jahreswechsel 2009/2010.

Sulingen - WEHRBLECK (sis) · Wohin an Silvester? Was bei manchem zur abendfüllenden Suche nach einer Antwort führen würde, sorgt bei einigen Wehrblecker Bürgern für ein fröhliches Lächeln: „Zum Silvesterclub natürlich.“ Den haben zwölf einstige Fräuleins und junge Herren vor genau 50 Jahren gegründet. Dieses Silvester war demnach ein „goldener Jahreswechsel“.

Doch: Statt einer Schlemmerei zum Jubiläum bleibt der Speisezettel auch beim 50. gemeinsam verbrachten Clubabend bescheiden – es gibt Kartoffelsalat und Würstchen.

Die Gründungsgeschichte: Eine Gruppe Freunde wollte gemeinsam feiern. Tat man auch. Jene Freunde fanden irgendwann einmal auch Partner, die geheiratet wurden, man gründete Familien. Auch die Partner gehören nun zum Silvesterclub und über 50 Jahre bleiben alle freundschaftlich miteinander verbunden. „Wir sitzen aber nicht jeden Tag zusammen“, erklärt Erika Lüdemann. Zusammen mit ihrem verstorbenen Ehemann Willi gehörte auch sie zum ursprünglichen Kreis, war zum Jubiläum Gastgeberin und ergänzte den Speiseplan um ihre ganz spezielle „Silvesterbowle“. Prozente liefern unter anderem Rum und Rotwein...

Mitgefeiert haben auch Christa und Werner Nordmann, Marianne Schumacher (Ehemann Helmut ist verstorben), Gisela und Otto Harms, Anni Wiegmann (Ehemann Fritz ist verstorben) sowie Margot Korte, auch ihr Ehemann Helmut ist verstorben. Kennzeichen der guten Freundschaft ist, dass auch die Witwen weiterhin zum Kreis der Feiernden gehören: Sicher, Grundidee ist, miteinander zu feiern. Aber auch das Beistehen in schwierigen und traurigen Situationen kennzeichnet die „Club-Mitglieder“. Man trifft sich auch zu „Null-Geburtstagen“, fährt zusammen zu Stippvisiten, etwa nach Berchtesgaden oder Venedig, feiert Ehejubiläen, Schumachers und Nordmanns auch zur Hochzeit ihrer beiden Kinder...

Ja, und wie feiert nun der Silvesterclub? Nun, die Teilnehmer treffen sich am frühen Abend. Früher hat der Gastgeber noch die Teppiche zusammengerollt, damit ausgiebig getanzt werden konnte, doch zum Essen wird sich bunt gemischt zusammengesetzt. „Keinesfalls nach Frauen und Männern getrennt. So unterhält es sich doch besser“, erklärt Christa Nordmann. Nein, Spiele werden nicht gespielt. Die Kinder, als sie noch klein sind, weiß man in der Obhut der Großeltern oder bei Babysittern. Der Gesprächsstoff wird nicht weniger, gegen Mitternacht geht es mit einem Glas Sekt nach draußen, schauen, wie geböllert wird. „Und dann bleibt man, bis man keine Lust mehr hat“, heißt es unisono aus dem Kreis der Teilnehmer. Früher konnte es da schon einmal früher Morgen werden. Die Feier war dann rechtzeitig beendet, damit die damaligen Landwirte ihre Tiere füttern konnten. Feiern und Alltag, Freude und Leid: Seit 50 Jahren ist der 31. Dezember ein fester Termin des Silvesterclubs.

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