Helga Habsch stellte in ihrem „Literarischen Solo“ erneut ihre persönliche Hitliste an Neuerscheinungen vor

Ein Glas Rotwein und 18 gute Bücher

Bücher, Bücher, Bücher: Helga Habsch stellte ihre persönliche Hitliste vor.

Stuhr - BRINKUM (ak) · Den Bücherherbst hat Helga Habsch zum elften Mal vergoldet mit ihrer bei den Stuhrern längst lieb gewonnenen Vorstellung der Hitliste im rauschenden Bücher-Blätterwald.

„Wir können keine Wände versetzen“, erklärten die Organisatorinnen der Buchhandlung Leporello am Donnerstagabend, als immer mehr Besucher in die Bibliothek an der Jupiterstraße strömten. Alle Stühle waren bereits vor 20 Uhr belegt, Tuch oder Handtasche mussten für die verspäteten Gäste als Reservierung ausreichen.

Während die ehemalige Buchhändlerin Helga Habsch am Anfang ihrer Vorstellungstour vor Jahren in Brinkum nur eine reine Frauengruppe begrüßen konnte, traut sich nun im Jahr 2010 zunehmend das männliche Geschlecht an die Literaturvorstellung. Ausgestattet mit einem Glas Rotwein, dem Kugelschreiber und der Hitliste von Helga Habsch setzten sich Mann und Frau nach fröhlichem Smalltalk nieder.

Die Fangemeinde um Helga Habschs „Literarisches Solo“ kennt sich seit Jahren und entsprechend locker wurde die Fachfrau begrüßt. Wie ein kleiner Tropfen auf dem heißen Bücher-Stein mochte ihre Liste mit den vorgestellten 18 Autoren erscheinen. Die sei nur eine Auswahl aus den gerade gelesenen 60 Werken, sagte Habsch, was so manchen bewundernden Seufzer im Publikum hervorrief. Die „Schwanendiebe“ von Elizabeth Kostova legte Helga Habsch ihrem gespannten Publikum als interessantes und gelungenes Buch als erstes nahe. Isabel Allende mit „Die Insel unter dem Meer“ böte sich als herrlicher Schmöker an, während vor dem einzigen Psychothriller „Kalte Stille“ von Wulf Dorn nur „gewarnt“ werden konnte. „Sie wissen ja, dass ich so etwas nicht gut ab kann“, weckte sie gerade deshalb die Neugier einiger Gäste. Zu Herzen gehend sei der Roman von Morgan Callan Rogers „Rubinrotes Herz, eisblaue See“ und bundesdeutsche Geschichte über die Gastarbeiter biete auf amüsante Weise „Beim Griechen“ von Alexandros Stefanidis.

Früher in Bremerhaven hatte Helga Habsch ihren eigenen gut besuchten literarischen Salon. Heute kann sich die nach Bremen umgesiedelte Fachfrau indes auch nicht beklagen, denn sie scheint wahrlich eine Marktnische mit ihrer „Litera-Tournee“ durch die Lande entdeckt zu haben.

Preislich in normalen Grenzen hält sich die Hitliste 2010 entgegen der Vorjahre, denn Helga Habsch hat neuerdings zunehmend Taschenbücher für den zahlenden Leser im Blick.

Das Outfit der Bücherkönigin gab auch diesmal wieder Anlass zum Staunen, denn Helga Habsch stellt nicht vor, sie zelebriert ihre Lieblingswerke in der entsprechenden Kleidung. Dazu gehört natürlich der Einsatz von Stimme und Händen mit dem Hinweis „viel mehr werde ich zu dem spannenden Buch nicht verraten“.

Etwas nachdenklich hinsichtlich der gelesenen Masse an Literatur von Helga Habsch wurde indes Meri Köpsel.

Die Leiterin des Literaturkreises für Frauen der VHS hat da ihre eigenen Ansichten im Ungang mit der Zeit zum Sackenlassen des Gelesenen und der Entwicklung eigner Gedanken.

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