Gästeführung mit Anni Wöhler-Pajenkamp / Kombinierte Naturkunde mit der Geschichte der Mülldeponie

20 „Gipfelstürmer“ bestiegen den Bassumer Utkiek

Anni Wöhler-Pajenkamp (l.) führte Besucher auf den „Utkiek“.

Bassum - (bt) · Fast 20 „Gipfelstürmer“ folgten am Sonntag der Einladung von Anni Wöhler-Pajenkamp, unter ihrer Führung den in fast 90 Metern Höhe gelegenen Gipfel des Bassumer „Utkieks“ zu besteigen.

Allerdings wählte sie nicht die direkte Route, sondern führte ihre Gäste zunächst zu zahlreichen weiteren ausgewählten Plätzen auf dem weiten Gelände der ehemaligen Mülldeponie. Der Weg führte an so genannter „Landschaftskunst“ vorbei, die von Schülern des Schulzentrums installiert wurde.

Anni Wöhler-Pajenkamp informierte an bestimmten Standorten über die besonderen Eigenschaften von Eiche, Hasel und Erle, führte durch den Eichenhain mit seinen mächtigen Stämmen und dem Ilex-Vorkommen und erläuterte den abenteuerlichen Weg, den die Samen des südafrikanischen Greiskrautes genommen haben, ehe die Blüten auf dem Gelände in Form von einem gelben Teppich die Wege säumen.

Doch nicht nur die Besonderheiten der Natur standen im Fokus, die Gästeführerin erläuterte ebenso die Geschichte des Geländes. So erfuhren die Teilnehmer, dass die Müllkippe von 1978 bis 1991 in Betrieb war. Zuvor gab es in zahlreichen Gemeinden des Landkreises für alle Abfälle, die nicht im Ofen verbrannt wurden, kommunale Müllplätze, mit denen biologisch wertvolles Gelände, wie Schlatts und ehemalige Sandgruben, verfüllt wurden.

Auf der fast 15 Hektar großen Fläche in Wedehorn entstand schließlich eine zentrale Mülldeponie auf einer dicken Tonschicht, die ein Versickern des Wassers in den Untergrund verhindern soll. Sie ersetzte die etwa 150 kommunalen und zahlreichen weiteren wilden Müllkippen im Landkreis.

Nach der Stilllegung wurde die Deponie 1991 mit einer Tonschicht abgedeckt, um zu verhindern, dass Wasser in die etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Abfall eindringt. Techniker installierten zudem am Fuß des Berges eine Kläranlage, Lüftungsschächte sorgen für die Entgasung.

Seit vier Jahren darf der Berg an Wochenenden und Feiertagen bestiegen werden und bereichert als Naherholungsgebiet das Bassumer Freizeitangebot. Sogar eine Rodelbahn wurde angelegt und eine „Gipfelbude“ errichtet, aus der heraus der Blick in die Landschaft weit über Bassum und Twistringen hinaus bis nach Bremen reicht.

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