Gesundheitsamt empfiehlt Vorsorge

Bettwanzen: Kein Grund zur Panik

Bettwanzen haben im Landkreis Diepholz bisher keine Chance. Die Hoteliers haben das Problem fest im Blick.
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Bettwanzen haben im Landkreis Diepholz bisher keine Chance. Die Hoteliers haben das Problem fest im Blick.

Landkreis Diepholz - Von Marius Klingemann. Ungeziefer hat wohl niemand gerne im Haus. Dann aber auch noch im eigenen Bett? Neueste Warnungen lassen dieses Szenario auch für den Landkreis Diepholz befürchten. Aber: Obwohl das Bewusstsein für die gestiegene Verbreitung der Bettwanzen und deren potenzielle Folgen durchaus bestünde, sehen die Hotelbetreiber im Landkreis Diep-holz noch keinen Grund zur Panik.

„In unserem Hause hat es bislang noch keinen Vorfall mit Bettwanzen gegeben“, teilt ein Mitarbeiter des Ringhotels „Bremer Hof“ in Stuhr auf Anfrage dieser Zeitung mit. Natürlich sei man aber dennoch stets gegen die Schädlinge gewappnet und treffe entsprechende profilaktische Maßnahmen.

Vergangene Woche veröffentlichte das Schädlingsbekämpfungsunternehmen Anticimex eine Pressemitteilung, in der von einem rasanten Anstieg der Bettwanzen-Verbreitung auch hierzulande gesprochen wird. Die Blutsauger würden sich insbesondere über den Luftweg, also als blinde Passagiere in Flugzeugen, ausbreiten. Aufgrund des steigenden internationalen Tourismus' sei dieses Problem somit in keinster Weise zu unterschätzen. „Bettwanzen können sich im Prinzip in jeder Region Deutschlands rasend schnell ausbreiten“, sagt Claudio López Behm, Produktmanager von Anticimex.

Bettwanzen, in der Fachsprache als Cimex lectularius bezeichnet, werden gängigen Informationen zufolge zwischen 4 und 5,5 Millimeter groß und stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Als so genannte „Zivilisationsfolger“ können sie heutzutage im Grunde überall dort vorkommen, wo auch Menschen leben – dabei setzen sie sich bevorzugt in Betten fest. Die Schädlinge stechen ihre Opfer, um Blut zu saugen, und verursachen dadurch schweren Juckreiz sowie schlimmstenfalls großflächige Entzündungen oder gar Sehstörungen.

Ludolf Roshop, Inhaber des Hotels Roshop in Barnstorf und zugleich auch Präsidiumsmitglied im Diepholzer Kreisverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), hat das Problem durchaus im Blick. Auch wenn es im Hotel Roshop sowie den weiteren Häusern des Kreises noch keine Zwischenfälle mit Bettwanzen gegeben habe, betreibe man seit einigen Jahren eine gezielte Vorsorge.

Roshop und sein Team verwenden spezielle Hygienebezüge für die Hotelbetten, zudem würden die Matratzen regelmäßig kontrolliert und bei entsprechendem Alter ausgetauscht.

Dr. Ulrike Weiß, zuständige Ärztin für Infektionsschutz beim Gesundheitsamt Diepholz, rät den Bürgern trotz allem zu Vorsichtsmaßnahmen – gerade im Anschluss an Reisen. Man sollte sein Gepäck auf keinen Fall im heimischen Schlafzimmer auspacken und sämtliche Kleidung bei 60 Grad Celsius waschen, so Weiß. Stelle man dennoch einen Befall durch die Insekten fest, so sei ein Fachmann zu kontaktieren.

Für weitere Informationen weisen die Experten auf das entsprechende Merkblatt des Bundesumweltamtes hin, das im Internet zu finden ist:

www.umweltbundesamt.de

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