Stadt muss vorher B-Plan aufstellen

„Gemüse Meyer“ plant weitere Halle

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Ein Bebauungsplan muss her, damit das Unternehmen „Gemüse Meyer“ in Binghausen weiter expandieren kann.

Twistringen - Von Theo WilkeDer nächste Schritt zum Ausbau des Tiefkühllager-Logistikzentrums ist bereits geplant, vor 2013 allerdings nicht zu erwarten. Denn das mittelständische Unternehmen „Gemüse Meyer“ kann an der B 51 in Binghausen nur weiter expandieren, wenn die Stadt Twistringen zügig den von der Kreisbehörde vorausgesetzten neuen Bebauungsplan „Gewerbe- und Industriegebiet Binghausen“ auf den Weg bringt.

Dass auch das nötige Bauleitverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt in den nächsten Wochen und Monaten erledigt werden kann, davon geht Bürgermeister Karl Meyer aus. Am kommenden Dienstag könnte der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss die entsprechenden Beschlüsse fassen. Dies wird er allerdings ohne eine Empfehlung des Bauausschusses tun. Am Donnerstagabend im Rathaus musste die Sitzung des Fachgremiums ausfallen. Vorsitzender Manfred Rickers hatte sich entschuldigt. Überraschend fiel sein Vertreter, Fritz Schütte aus. „Wegen eines Trauerfalls“, hieß es.

Mit Einverständnis aller Beteiligten gab es dann eine „informelle Veranstaltung“ zum Thema Gewerbe und Industrie in Binghausen. Andreas Taudien vom Büro NWP aus Oldenburg erläuterte, die Firma Meyer habe in den vergangenen Jahrzehnten zwischen B 51 und Bahnstrecke erheblich erweitert, bis heute über Einzelentscheidungen genehmigt. Jetzt verlangt die Kreisbehörde zur baulichen Weiterentwicklung die Absicherung durch eine Bauleitplung.

Gemüse-Veredler Meyer, der jährlich rund 70 000 Tonnen Gemüse verarbeitet und rund 40 Millionen Euro umsetzt, plant nach 2011 die nächste Tiefkühlhalle mit Verladerampe und Sozialräumen auf etwa 6 700 Quadratmetern westlich der Bahnlinie in Richtung Querstraße „Lange Reege“. Vor den Wohnhäusern ist ein Lärmschutzwall vorgesehen, außerdem zwei Regenrückhaltebecken. Die Verlegung des Üssinghäuser Grabens, der die Fläche durchschneidet, ist schon genehmigt. Taudien: „Es ist ein Vorentwurf. Wir stehen noch ganz am Anfang.“ Da gebe es noch einige Fragen zu klären.

Bürgermeister Meyer ist überzeugt: „Das gibt Verbesserungen für alle Betroffenen, sichert den Betrieb rechtlich ab und sorgt auch für den Schutz der Anwohner.“ Fachbereichsleiter Christian Gelhaus mochte sich nicht auf ein Zeitfenster einlassen: Das Verfahren könne auch neun oder sogar zwölf Monate dauern.

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