Gebietsreform vor 40 Jahren: Integration der Ortsteile durch die KGS Leeste

Gemeinde Weyhe feiert sich im März selber

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Mit 22 Jahren zieht Frank Lemmermann in den ersten Rat der jungen Gemeinde Weyhe ein. Als Bürgermeister blickt er auf die 40-jährige Geschichte der Wesergemeinde zurück. ·

Weyhe - Von Sigi SchrittMit einem Sektempfang am Sonntag, 1. März, will die Verwaltung an die Gebietsreform vor 40 Jahren und den Zusammenschluss der damals selbstständigen Gemeinden Leeste, Kirchweyhe und Sudweyhe zur Gemeinde Weyhe erinnern. Wie Bürgermeister Frank Lemmermann ankündigt, gibt es auch ein Wiedersehen mit ehemaligen Ratsmitgliedern. Von 11 bis 15 Uhr besteht also reichlich Gelegenheit, über die Entwicklung der Wesergemeinde zu sprechen.

Um es den Gästen ein wenig leichter zu machen, bereitet sich Gemeindearchivar Wilfried Meyer auf einen Vortrag vor. Darin will er die Historie der Orte und den Geburtstag von Weyhe beleuchten.

Bürgermeister Lemmermann kann sich selbst noch gut an die Zeit vor vier Jahrzehnten erinnern, als die drei Gemeinden verschmolzen. „Ich war Teil des sogenannten Interimsrates. Das war der Rat, den die Bevölkerung für die restliche Legislaturperiode gewählt hatte. Zuvor hatte jede Gemeinde drei kleinere Räte“, erinnert sich der Verwaltungschef. „Damals war ich 22 Jahre alt und hatte das erste Mal kandidiert. Es gab eine CDU-FDP-Mehrheit.“ Die Stimmung damals sei angespannt gewesen, berichtet Lemmermann. Denn Kirchweyhe hatte beschlossen, ein Freibad zu bauen, was die Leester mitfinanzieren mussten. „Doch die Kommunalpolitiker der ehemaligen drei Gemeinden haben sich schließlich gut zusammengerauft.“ Heute ziehen die Menschen nicht nach Leeste oder Sudweyhe, sondern nach Weyhe, sagt der Bürgermeister und wertet diesen Umstand als gelungene Integration.

Daran habe aber auch die KGS Leeste (der Name damals: KGS Weyhe) einen hohen Anteil, zumal die Kinder aus allen Ortsteilen die Schule besucht haben. Es war das erste größere Projekt der jungen Gemeinde. „Es ist dort schön. In diese Schule wäre ich sicherlich auch gerne gegangen.“ Die Bildungseinrichtungen in Leeste und in Kirchweyhe seien weitere Meilensteine in der Entwicklung der Stadtrandgemeinde gewesen. Von Beginn an hätten Politik und Verwaltung etwas für ihre jüngsten Bürger getan – vom Schulbau über Sanierungen bis zu den Kindergartenbauten.

Ein weiteres großes Projekt sei die kommunale Entlastungsstraße in Dreye gewesen. „Sie bildete die Grundlage für den Erfolg des Gewerbegebietes Dreye West III“, sagt der Verwaltungschef. „Wir haben Gewerbegebiete ausgewiesen und Firmen angesiedelt, die hier ihre Steuern bezahlen“, sagt er. Größere Projekte waren auch der Ankauf des Bahnhofs und die Brückensanierungen. Erfreut zeigt sich Lemmermann auch über den Publikumszuspruch der Abfallwirtschaftsgesellschaft, die in Melchiorshausen an der Bundesstraße 6 eine Außenstelle betreibt. „Wir konnten Aldi in Angelse halten und bekamen Rewe dazu“, zählt Lemmermann weitere Schwergewichte auf, die einen Ortsteil vorangebracht hätten. Der Rathauschef ist sicher, dass Orte wie Sudweyhe oder Kirchweyhe alleine kaum etwas hätten ausrichten können. Die Größe einer Kommune sei entscheidend. Die Politik habe sogar Metropolregionen geschaffen, um beispielsweise bestimmte EU-Gelder zu bekommen, die sonst nicht fließen würden.

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