Kirchweyher muss für 12 000 Euro seine selbst verursachten Umweltschäden bezahlen / 2 000 Euro für alte Ebereschen

Gemeinde bittet Vandalen zur Kasse

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Die Gemeindeverwaltung bringt regelmäßig Graffiti-Schmierereien zur Anzeige. ·

Weyhe - Von Sigi SchrittDie Reparatur seines Autos wäre sicherlich preiswerter gewesen als die dicke Rechnung, die ihm nun die Gemeinde Weyhe für seine Umweltschäden serviert.

12 000 Euro muss ein Kirchweyher bezahlen, weil das genau die Summe ist, die die Verwaltung aufgewendet hat, um großflächige Verunreinigungen auf den öffentlichen Parkplätzen am Wendeplatz der Bochumer Straße zu beseitigen. Wie Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereichs Bau, Planung und Umwelt, berichtet, sei immer wieder Motoröl aus dem Fahrzeug des Weyhers ausgetreten. „Trotz mehrfacher Aufforderung durch Gemeinde, Landkreis und Polizei hat der Halter sein Auto nicht instand setzen lassen. Der Schaden wird ihm nun in Rechnung gestellt.“ Die fünfstellige Summe wird deshalb weitergereicht, weil ein Unternehmen nicht nur den verunreinigten Boden ausgekoffert, sondern auch umfangreiche Pflasterarbeten erledigt hat. So haben zwei stark verschmutzte Parkplätze neue Steine erhalten. Die alten Klinker haben Handwerker dazu verwendet, weitere, jedoch weniger verschmutzte Parkplätze auszubessern. Wie Nadrowski mitteilt, verfolge die Verwaltung der Wesergemeinde strafrechtlich sämtliche Vandalismusschäden: Unter anderem muss jetzt ein Weyher 2 000 Euro berappen, weil er die Rinde von drei über zwei Jahrzehnte alte Ebereschen derart stark eingeschnitten hatte, dass die sogenannten Leitungsbahnen zu 40 Prozent zerstört waren. „Die Bäume konnten sich nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgen“, berichtete Nadrowski.

Die Bauverwaltung hat ebenfalls Strafanzeige gestellt, weil Unbekannte auf der Hombachstraße installierte Warnbaken mehrmals aus den Verankerungen gerissen hatten. „Diese zur Verkehrsberuhigung aufgestellten Baken landeten regelmäßig auf benachbarten Feldern“, so Nadrowski. Aufmerksame Bürger haben der Gemeinde Hinweise auf die Täter gegeben. „Vandalismus ist kein Dummejungenstreich, sondern streng genommen ein Angriff auf alle Einwohner von Weyhe“, spitzt es Steffen Nadrowski zu. „Deshalb stellen wir bei mutwilligen Beschädigungen von öffentlichen Anlagen regelmäßig Strafanträge.“ Durch die Hinweise von Bürgern konnten Täter in vielen Fällen gefasst werden.“ Als der Zaun der Flutmulde beschädigt war, brüstete sich ein Heranwachsender mit seiner Tat. „Der Täter musste mit Zange und Draht den von ihm zerstörten Zaun reparieren.“ Ein Dorn im Auge sind Nadrowski auch die zahlreichen Graffiti-Schmierereien in der Gemeinde. Nur durch Zeugen könne man den Tätern auf die Schliche kommen.

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