Ausstellung „Taschenkunst“ in der Wassermühle Sudweyhe

Gemälde für die Hosentasche

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Beispielhaft zeigen sie ihre Kunstwerke im Scheckkartenformat: Karin Krampe, Ruth Sanders, Heidrun Siebeneicker, Angelika Bruns und Renate Hugel (v.l.). ·

Sudweyhe - „TAKUvier“ nennt sich die 2010 gegründete Gruppe bestehend aus fünf Künstlerinnen aus Bremen und umzu, die in den Räumen der Sudweyher Wassermühle bis Mitte Dezember ihre Werke im Scheckkartenformat zeigt.

Am Sonnabend eröffnete die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty die Ausstellung mit rund 250 ganz unterschiedlichen Exponaten vor rund 60 Besuchern. Leonie Richter (13) aus Kirchweyhe sorgte mit Klavierstücken des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi für den musikalischen Rahmen. Theresia Gerding, selbst Kunstschaffende aus Bremen, übernahm die Einführung in die Werke. Als eine „schöne Idee im neuen Gewand, die uns eine innere Konzentration auf das Wesentliche ermöglicht“, ließ sich Theresia Gerding nach anfänglicher Skepsis von den Miniaturen überzeugen.

So unterschiedlich die Motive und Techniken der gezeigten Bilder sind, so haben doch alle Werke etwas gemeinsam: Das Format und die wasserfest überzogene Laminierung. Während Heidrun Siebeneicker ihre kleinen Werke mit Buchstabenstempeln, einzelnen Wörtern, und ganzen Sätzen („Ist das Kunst?“) ausstattet, setzt die gelernte Fotografin Ruth Sanders auf das ihr vertraute Medium. Mit kleinformatigen Aufnahmen präsentiert sie eine Reihe von Fliegenpilzen, Blumen- und Katzenmotiven. Renate Hugel verleiht, wie sie mitteilt, dem „sichtbaren Abbild“ ihrer Taku-Kunstwerke „eine innere Existenz“. In Mischtechnik hat sie ihre abstrakten Motive geschaffen. Bei den Werken von Angelika Bruns geht es um die sehr erschöpfende Frage des „Wohin?“. Vor farbenfrohen, gegenstandslosen Hintergründen hat sie eine nur wenige Millimeter große Figur mit Koffer abgelichtet. Die zumeist hochformatigen, lustig abstrahierten Bildcollagen von Karin Krampe erinnern an Portrait-Karikaturen im Stile eines Comics. Auf Architekturpapier zeigt sie ihre Werke; einige davon erhalten mit japanischen Schriftzeichen ein asiatisches Flair.

„TAKUvier“, ein Rechenfehler? „Aber nein“, sagte Heidrun Siebeneicker. „Am Anfang bestand die Gruppe aus drei Künstlerinnen. Als der Name geschaffen wurde, waren wir schon vier. Als dann noch eine fünfte Kollegin dazu kam, wollten wir den Namen nicht mehr ändern“, klärte sie den Zahlenwiderspruch auf. Alle Künstlerinnen blicken auf eine fundierte Ausbildung und zahlreiche Ausstellungen zurück.

Die Bilder sind für zehn Euro das Stück erhältlich. Die Ausstellung ist bis zum 16. Dezember sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. · rjy

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